🚀 go-pugleaf

RetroBBS NetNews Server

Inspired by RockSolid Light RIP Retro Guy

Thread View: ch.comp.os.linux
37 messages
37 total messages Started by Visvanath Ratnaweera Sun, 30 Dec 2007 19:50
/ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#593
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Sun, 30 Dec 2007 19:50
24 lines
1867 bytes
Die Ubuntu Swiss Remix CD-Rom
-----------------------------

Zürich, 30. November 2007 – Der Verein /ch/open hat die aktuelle
Linux-Distribution Ubuntu Gutsy Gibbon auf Schweizer Verhältnisse
angepasst und liess 2000 CDs dieses so genannten Ubuntu Swiss Remix
pressen.

...

Die Ubuntu-CD wird in den kommenden Monaten an Linux Installations-
Veranstaltungen kostenlos verteilt, wird an alle /ch/open Mitglieder
verschickt und kann ab 20 Stück zu einem Unkostenbeitrag von CHF 2 pro
Stück bestellt werden. Verläuft diese erste Ausgabe der Schweizer
Fassung erfolgreich, lanciert der Verein /ch/open für die kommende
Version von Ubuntu im April 2008 erneut einen Swiss Remix.

Download des ISO-Images der CD, der Source Packages, des Shell-Skripts
sowie der Grafik-Daten auf
http://daniel.debian.net/images/ch-open/7.10-desktop+swiss-remix/

Quelle: http://www.ch-open.ch/sigs/ubuntu/

VR
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#594
Author: Heribert Slama
Date: Mon, 31 Dec 2007 01:07
25 lines
1572 bytes
On Sun, 30 Dec 2007 20:50:03 +0100, Visvanath Ratnaweera
<spam@ratnaweera.net> wrote:


>Z�rich, 30. November 2007 � Der Verein /ch/open hat die aktuelle
>Linux-Distribution Ubuntu Gutsy Gibbon auf Schweizer Verh�ltnisse
>angepasst und liess 2000 CDs dieses so genannten Ubuntu Swiss Remix
>pressen.
>[......]
>Download des ISO-Images der CD, der Source Packages, des Shell-Skripts
>sowie der Grafik-Daten auf
>http://daniel.debian.net/images/ch-open/7.10-desktop+swiss-remix/
>
>Quelle: http://www.ch-open.ch/sigs/ubuntu/

Ich will niemanden kr�nken, aber wurde auch an die Tastenbelegung �
la Suisse beim _Bootvorgang_, sowie an die der Textconsole
(<ctrl>+<alt>+1,2) gedacht?

Gr�sse,
	-Heribert

-- 
Heribert Slama 
Muttenz, Switzerland
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#595
Author: Stefan Werner
Date: Mon, 31 Dec 2007 05:38
22 lines
1970 bytes
Visvanath Ratnaweera schrieb:

> Zürich, 30. November 2007 – Der Verein /ch/open hat die aktuelle
> Linux-Distribution Ubuntu Gutsy Gibbon auf Schweizer Verhältnisse
> angepasst und liess 2000 CDs dieses so genannten Ubuntu Swiss Remix
> pressen.

Was ist denn so speziell an "Schweizer Verhältissen"? Ich hatte bisher 
noch  nie gemerkt, dass irgendeine Ubuntu/Kubuntu/Xubuntu (oder auch 
SuSE) irgendwie "unschweizerisch" gewesen wäre.... Von daher scheint mir 
die Arbeit, die in dieser CD steckt, nicht ganz sinnvoll investiert, sorry.


Mir wäre mehr gedient mit einer Distribution, die meinen nun  schon 4 
Jahre alten wlan-Adapter mal erkennt und mit wpa anbinden lässt, oder 
auf meinem 3 Jahre alten PostScript-fähigen Farbdrucker endlich mal für 
schwarze Texte den schwarzen Toner nimmt, anstatt immer aus allen teuren 
Farben ein bräunlich-schwarz zusammenzumixen.
Dann könnte ich Linux nämlich endlich nicht mehr nur auf dem Server, 
sondern auch auf dem Desktop einsetzen.

-stef
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#596
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Mon, 31 Dec 2007 09:55
35 lines
2356 bytes
Hello Herribert

Am 31.12.2007 02:07, Heribert Slama schrieb:
> On Sun, 30 Dec 2007 20:50:03 +0100, Visvanath Ratnaweera
> <spam@ratnaweera.net> wrote:
> 
>> Zürich, 30. November 2007 – Der Verein /ch/open hat die aktuelle
>> Linux-Distribution Ubuntu Gutsy Gibbon auf Schweizer Verhältnisse
>> angepasst und liess 2000 CDs dieses so genannten Ubuntu Swiss Remix
>> pressen.
>> [......]
>> Download des ISO-Images der CD, der Source Packages, des Shell-Skripts
>> sowie der Grafik-Daten auf
>> http://daniel.debian.net/images/ch-open/7.10-desktop+swiss-remix/
>>
>> Quelle: http://www.ch-open.ch/sigs/ubuntu/
> 
> Ich will niemanden kränken, aber wurde auch an die Tastenbelegung à
> la Suisse beim _Bootvorgang_,

Mich kränkst du gar nicht, die Open Source Community lebt von Feedback!

Was genau die Tastatu beim _Bootvorgang_ tut kann ich mir schlecht
vorstellen. Meinst du die Eingabe von Kernel Boot Parameter (boot
manager stoppen, dann auf prompt acpi=off usw.)? Aber die Parameter
dort sind IMHO 7-bit ASCII.

> sowie an die der Textconsole
> (<ctrl>+<alt>+1,2) gedacht?

Welche Sprache, bzw. locale soll das sein? Heisst du ein Konzept,
die Mehrsprachigkeit der Schweiz berücksichtigt?

Gruss
Visvanath
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#597
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Mon, 31 Dec 2007 10:09
48 lines
3035 bytes
Hello Stefan

Am 31.12.2007 06:38, Stefan Werner schrieb:
> Visvanath Ratnaweera schrieb:
> 
>> Zürich, 30. November 2007 – Der Verein /ch/open hat die aktuelle
>> Linux-Distribution Ubuntu Gutsy Gibbon auf Schweizer Verhältnisse
>> angepasst und liess 2000 CDs dieses so genannten Ubuntu Swiss Remix
>> pressen.
> 
> Was ist denn so speziell an "Schweizer Verhältissen"? Ich hatte bisher
> noch  nie gemerkt, dass irgendeine Ubuntu/Kubuntu/Xubuntu (oder auch
> SuSE) irgendwie "unschweizerisch" gewesen wäre.... 

Dann ist es ja gut!

> Von daher scheint mir
> die Arbeit, die in dieser CD steckt, nicht ganz sinnvoll investiert, sorry.

Ich weiss nicht wieviel Geld in dieser Arbeit steckt. Da man das Produkt
für Fr. 2.- inkl. Porto nach Hause geliefert bekommt, kann es nicht eine
Menge gewesen sein.


> Mir wäre mehr gedient mit einer Distribution, die meinen nun  schon 4
> Jahre alten wlan-Adapter mal erkennt und mit wpa anbinden lässt, oder
> auf meinem 3 Jahre alten PostScript-fähigen Farbdrucker endlich mal für
> schwarze Texte den schwarzen Toner nimmt, anstatt immer aus allen teuren
> Farben ein bräunlich-schwarz zusammenzumixen.

Hast du konkret mit Ubuntu probiert? Diese Distris sind nämlich
erstaunlich stark in Sachen Hardware-Erkennung und Treiber-
Installation. Wenn nicht, muss man halt manuell nachhelfen.

Aber wenn der Hersteller nicht mitmacht, ist man rausgeschmissen,
bes. beim Drucker. Woher soll man den Befehl sonst kennen? In
WLAN hat man bessere Chancen, denn es gibt nicht allzu viele
Chip-Modelle.

> Dann könnte ich Linux nämlich endlich nicht mehr nur auf dem Server,
> sondern auch auf dem Desktop einsetzen.

Ja, Linux als Server und Linux auf dem "Desktop" sind zwei Welten.
Wie du sagst, eine hast du hinter dir, nimm dir die andere als einen
Challenge vor!

Gruss
Visvanath
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#598
Author: Heribert Slama
Date: Tue, 01 Jan 2008 01:12
59 lines
3160 bytes
On Mon, 31 Dec 2007 10:55:57 +0100, Visvanath Ratnaweera
<spam@ratnaweera.net> wrote:


>Am 31.12.2007 02:07, Heribert Slama schrieb:
>> [......]
>> 
>> Ich will niemanden kr�nken, aber wurde auch an die Tastenbelegung �
>> la Suisse beim _Bootvorgang_,
>
>Mich kr�nkst du gar nicht, die Open Source Community lebt von Feedback!
>
>Was genau die Tastatu beim _Bootvorgang_ tut kann ich mir schlecht
>vorstellen. Meinst du die Eingabe von Kernel Boot Parameter (boot
>manager stoppen, dann auf prompt acpi=off usw.)? Aber die Parameter
>dort sind IMHO 7-bit ASCII.

Klar, diese Zeichen kriegt man mit jeder Tastatur hin, die
lateinische Zeichen hat. Mir ging es um die Tastenbelegung (aka.
keyboard layout). Die en-Version von Ubuntu erwartet eine
US-amerikanische Tastatur [en_US], die de-Version eine solche f�r
Deutschland [de_DE]. Die (Deutsch-)Schweizer Tastatur [de_CH] hat
gerade einige wichtige Sonderzeichen auf anderen Tasten, und [fr_CH]
unterscheidet sich von [fr_FR]. Die Cheatcodes bieten keine
M�glichkeit, die Schweizer Tastatur-Varianten auszuw�hlen -
eigentlich ein Aergernis, weil das schon seit vielen Jahren so ist,
und sich leicht beheben liesse.

F�r mich hat ein richtiger Computer Englisch zu "sprechen", darum
hole ich stets die en-Version von Ubuntu. Ich habe mir das
US-Keyboardlayout ausgedruckt (Wikipedia) und die wichtigen
Sonderzeichen auf die CH-Tastatur aufgemalt (Aufkleber;-). Aber ein
bisschen �rgern tut es mich doch. Denn jeder Installer f�r irgendein
Linux l�sst sich gleich zu Beginn auf eine Schweizer Tastatur
einstellen.


>> sowie an die der Textconsole
>> (<ctrl>+<alt>+1,2) gedacht?
>
>Welche Sprache, bzw. locale soll das sein? Heisst du ein Konzept,
>die Mehrsprachigkeit der Schweiz ber�cksichtigt?

Nein, soweit habe ich gar nicht gedacht. Diese echten Textkonsolen
(nicht 'xterm' u.dgl. unter X) sind entsprechend den Einstellungen
beim Booten (Default oder Cheatcode) konfiguriert und _m�ssen
manuell_ auf die Schweizer Tastatur umgestellt werden (IIRC:
	$ loadkeys sg-latin1
).

Von einer Schweizer Distribution erwarte ich, dass sie solche
Kleinigkeiten ohne menschliches Zutun erledigt.

Gr�sse,
	-Heribert

-- 
Heribert Slama 
Muttenz, Switzerland
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#599
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Tue, 01 Jan 2008 19:41
59 lines
3808 bytes
Hello Heribert

Am 01.01.2008 02:12, Heribert Slama schrieb:
> On Mon, 31 Dec 2007 10:55:57 +0100, Visvanath Ratnaweera
> <spam@ratnaweera.net> wrote: 
>>
>> Was genau die Tastatu beim _Bootvorgang_ tut kann ich mir schlecht
>> vorstellen. Meinst du die Eingabe von Kernel Boot Parameter (boot
>> manager stoppen, dann auf prompt acpi=off usw.)? Aber die Parameter
>> dort sind IMHO 7-bit ASCII.
> 
> Klar, diese Zeichen kriegt man mit jeder Tastatur hin, die
> lateinische Zeichen hat. Mir ging es um die Tastenbelegung (aka.
> keyboard layout). Die en-Version von Ubuntu erwartet eine
> US-amerikanische Tastatur [en_US], die de-Version eine solche f�r
> Deutschland [de_DE]. Die (Deutsch-)Schweizer Tastatur [de_CH] hat
> gerade einige wichtige Sonderzeichen auf anderen Tasten, und [fr_CH]
> unterscheidet sich von [fr_FR]. Die Cheatcodes bieten keine
> M�glichkeit, die Schweizer Tastatur-Varianten auszuw�hlen -
> eigentlich ein Aergernis, weil das schon seit vielen Jahren so ist,
> und sich leicht beheben liesse.

Danke f�r die ausf�hrliche Darstellung. Die Entwickler lesen mit,
bei der n�chsten Version (4.2008?) wird das sicher angeschaut.

> F�r mich hat ein richtiger Computer Englisch zu "sprechen", darum
> hole ich stets die en-Version von Ubuntu. Ich habe mir das
> US-Keyboardlayout ausgedruckt (Wikipedia) und die wichtigen
> Sonderzeichen auf die CH-Tastatur aufgemalt (Aufkleber;-). Aber ein
> bisschen �rgern tut es mich doch. Denn jeder Installer f�r irgendein
> Linux l�sst sich gleich zu Beginn auf eine Schweizer Tastatur
> einstellen.

"Spezielle" L�sung ;-)

>> Am 31.12.2007 02:07, Heribert Slama schrieb:
>>> sowie an die der Textconsole
>>> (<ctrl>+<alt>+1,2) gedacht?
>> Welche Sprache, bzw. locale soll das sein? Heisst du ein Konzept,
>> die Mehrsprachigkeit der Schweiz ber�cksichtigt?
> 
> Nein, soweit habe ich gar nicht gedacht. Diese echten Textkonsolen
> (nicht 'xterm' u.dgl. unter X) sind entsprechend den Einstellungen
> beim Booten (Default oder Cheatcode) konfiguriert und _m�ssen
> manuell_ auf die Schweizer Tastatur umgestellt werden (IIRC:
> 	$ loadkeys sg-latin1
> ).
> 
> Von einer Schweizer Distribution erwarte ich, dass sie solche
> Kleinigkeiten ohne menschliches Zutun erledigt.

Hast du das Verhalten von dieser CD angeschaut?
http://daniel.debian.net/images/ch-open/7.10-desktop+swiss-remix/

Auch remaster-Skript ist dabei, alls unter GPL. Du k�nntest die
Modifikation vornehmen und dem Entwickler als "Patch" schicken!

Gruss
Visvanath
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#600
Author: Heribert Slama
Date: Tue, 01 Jan 2008 20:31
29 lines
2001 bytes
On Tue, 01 Jan 2008 20:41:51 +0100, Visvanath Ratnaweera
<spam@ratnaweera.net> wrote:

Hallo Visvanath,

[Schweizer Tastatur beim Booten und auf Textkonsolen...]
>> Von einer Schweizer Distribution erwarte ich, dass sie solche
>> Kleinigkeiten ohne menschliches Zutun erledigt.
>
>Hast du das Verhalten von dieser CD angeschaut?
>http://daniel.debian.net/images/ch-open/7.10-desktop+swiss-remix/
>
>Auch remaster-Skript ist dabei, alls unter GPL. Du k�nntest die
>Modifikation vornehmen und dem Entwickler als "Patch" schicken!

Ein _genialer_ Schachzug! :-)))
Eigentlich wollte ich die CD erst holen, wenn die Sache mit der
CH-Tastatur stimmt. Wenn ich am Bootvorgang etwas drehen m�chte
(Steuerung durch Cheatcodes), m�sste ich mich mit SYSLINUX vertraut
machen, und dieses Teil ist schon ein bisschen speziell (wie ich bei
einer kurzen Inspektion feststellen musste). Vielleicht schaue ich
mir das Ding doch noch an, aber versprechen kann ich es nicht.

Gr�sse,
	-Heribert

-- 
Heribert Slama 
Muttenz, Switzerland
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#602
Author: Stefan Werner
Date: Thu, 03 Jan 2008 13:35
51 lines
3174 bytes
Visvanath Ratnaweera schrieb  am 31.12.2007 11:09:
> Am 31.12.2007 06:38, Stefan Werner schrieb:

>> Von daher scheint mir
>> die Arbeit, die in dieser CD steckt, nicht ganz sinnvoll investiert, sorry.
> 
> Ich weiss nicht wieviel Geld in dieser Arbeit steckt. Da man das Produkt
> für Fr. 2.- inkl. Porto nach Hause geliefert bekommt, kann es nicht eine
> Menge gewesen sein.

Ich würde den Wert gratis geleisteter Arbeit an OpenSource Software 
nicht zu gering schätzen.

> Hast du konkret mit Ubuntu probiert? Diese Distris sind nämlich
> erstaunlich stark in Sachen Hardware-Erkennung und Treiber-
> Installation. Wenn nicht, muss man halt manuell nachhelfen.

Immer wieder. Besonders WPA war noch mit Kubuntu 7.04 Fehlanzeige. 
Nachlesen und Nachhelfen kostet immer wieder viel Zeit ()und das für 
jede neue Hardware), die ich im Geschäftsumfeld nicht habe. Zuhause ist 
das weniger ein Problem.


> Aber wenn der Hersteller nicht mitmacht, ist man rausgeschmissen,
> bes. beim Drucker. Woher soll man den Befehl sonst kennen? In

Weil PostScript mittlerweile doch schon ein uralter Standard ist?
Zumindest unter Windows druckt der PostScript Treiber anstandslos mit 
dem richtigen Toner und aus dem gewählten Tray.

> Ja, Linux als Server und Linux auf dem "Desktop" sind zwei Welten.
> Wie du sagst, eine hast du hinter dir, nimm dir die andere als einen
> Challenge vor!

Alle paar Monate probiere ich es wieder ;-)
Bisher endete es meist damit, dass ich zuerst eine Windows VM unter 
VMWare einrichtete, um den labeldrucker/den Scanner/den Barcodeleser/die 
E-Banking-Software usw. zu nutzen, die unter Linux nicht gehen, und dass 
ich irgendwann feststellte, dass ich meistens eh in der VM arbeite, und 
deswegen auf das darunterliegende Linux auch gleich verzichten kann.

Auf PC's mit ganz klar umrissenen Aufgaben (z.B. Fileserver, 
Datenbankserver mit PostgreSQL oder mysql, Printserver mit HP-Drucker) 
benutze ich Linux und finde es eine gute Wahl. Als Allround-Arbeitsplatz 
nach wie vor leider nicht.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass ein Linux-Profi vermutlich einige der 
Probleme lösen könnte. Bloss: Wo findet man einen verlässlichen 
Linux-Profi mit freier Kapazität?

-stef
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#603
Author: Christof Buergi
Date: Thu, 03 Jan 2008 17:25
16 lines
1953 bytes
Stefan Werner schrieb:
> Weil PostScript mittlerweile doch schon ein uralter Standard ist?
> Zumindest unter Windows druckt der PostScript Treiber anstandslos mit 
> dem richtigen Toner und aus dem gewählten Tray.

Uh, es ist unter Linux bei neuerer Hardware zuweilen ein Problem, diese 
zur Kooperation zu überreden. Da stimme ich absolut zu. Zum Beispiel gibt 
es noch nicht all zu lange "richtigen" S-ATA Support.

ABER:

Ich habe noch /keinen/ PostScript Drucker gesehen, der unter Linux nicht 
funktionierte. Und seit 10 Jahren gibt es mit CUPS ein System, mit welchem 
von jeder Linux-Applikation aus alle Druckerfunktionen genutzt werden 
können. Dazu muss der Spooler lediglich die PPD kennen, genau wie beim 
Adobe PostScript Treiber unter Windows.
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#604
Author: Stefan Werner
Date: Thu, 03 Jan 2008 21:04
53 lines
3779 bytes
Christof Buergi schrieb:
> Stefan Werner schrieb:
>> Weil PostScript mittlerweile doch schon ein uralter Standard ist?
>> Zumindest unter Windows druckt der PostScript Treiber anstandslos mit 
>> dem richtigen Toner und aus dem gewählten Tray.
> 
> Uh, es ist unter Linux bei neuerer Hardware zuweilen ein Problem, diese 
> zur Kooperation zu überreden. Da stimme ich absolut zu. Zum Beispiel 
> gibt es noch nicht all zu lange "richtigen" S-ATA Support.
> 
> ABER:
> 
> Ich habe noch /keinen/ PostScript Drucker gesehen, der unter Linux nicht 
> funktionierte. Und seit 10 Jahren gibt es mit CUPS ein System, mit 
> welchem von jeder Linux-Applikation aus alle Druckerfunktionen genutzt 
> werden können. Dazu muss der Spooler lediglich die PPD kennen, genau wie 
> beim Adobe PostScript Treiber unter Windows.
> 

Mein Xerox Phaser 6120 funktionierte auch auf Anhieb (Ich hatte ihn 
eigens deswegen gekauft, weil "Linux" ausdrücklich bei den unterstützten 
Betriebssystemen genannt war). Allerdings verwendet er unter Linux, wie 
früher erwähnt, grundsätzlich den (teuren) farbigen Toner, auch für 
gänzlich schwarze Texte (Diese erscheinen dann nichtmal in Schwarz, 
sondern in einem Braunton).
Und das zweite Problem war, dass er das Papier immer aus dem 
Standardschacht holte, und nicht aus dem, den das Textprogramm 
(OpenOffice) wollte. Das ist für mich deswegen relevant, weil ich öfters 
unterschiedliches Papier innerhalb eines Dokuments verwenden muss.

Unter Windows druckt er schwarze Texte mit dem schwarzen Toner und zieht 
das Papier aus dem Schacht, aus dem er es ziehen soll (Ebenfalls mit 
OpenOffice und genau dieselben Dokumente, und alles mit unveränderten 
Standardeinstellungen des Treibers).

Wie gesagt, ich habe es ja noch nicht aufgegeben und ich werde es 
irgendwann mal wieder probieren. Und mit einem HP Drucker habe ich auch 
durchaus gute Erfahrungen gemacht (Ausser dass dort dann wieder der 
Duplexdruck nicht gehen will).


Ich hatte auch gedacht, dass die PPD universell ist, aber ich kam nicht 
dahinter, welchen der vielen Parameter dort ich ändern muss, um dem 
Druckertreiber den schwarzen Toner näherzubringen. Vermutlich wäre das 
für einen Linux-Experten ein Klacks, aber für mich wären es viele 
Stunden Arbeit. Ich denke, /das/ ist der entscheidende Unterschied 
zwischen Linux und Windows: Nicht dass irgendwas unter Linux nicht 
möglich wäre, sondern einfach, dass es viel schwieriger zu konfigurieren 
ist, und dass die Standardkonfiguration nicht immer ideal ist (z.B. 
grundsätzlich mit Farbtoner zu drucken).


-stef
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#605
Author: Markus Grob
Date: Thu, 03 Jan 2008 23:25
44 lines
2985 bytes
Stefan Werner schrieb:

> Betriebssystemen genannt war). Allerdings verwendet er unter Linux, wie 
> früher erwähnt, grundsätzlich den (teuren) farbigen Toner, auch für 
> gänzlich schwarze Texte (Diese erscheinen dann nichtmal in Schwarz, 
> sondern in einem Braunton).

Je nach Treiber kann man eine Option beim Drucker einstellen, wie
"drucke grundsätzlich schwarz". Hatte ich bei einem Tintenspritzer bei
einem Bekannten drin. Nicht bei mir, da ich nur s/w Drucker verwende.


> Und das zweite Problem war, dass er das Papier immer aus dem 
> Standardschacht holte, und nicht aus dem, den das Textprogramm 
> (OpenOffice) wollte. Das ist für mich deswegen relevant, weil ich öfters 
> unterschiedliches Papier innerhalb eines Dokuments verwenden muss.

Kenne ich. Auch dies liegt am Treiber und lässt sich einstellen, wenn
man weiss wo ;-)

Ich empfehle:

http://localhost:631/printers (ich hoffe, Du verwendest cups).

Dann den Drucker auswählen und "Druckereinstellungen festlegen". Da kann
ich etwa beim HP die Duplexeinheit oder den 500p Schacht auswählen. Dazu
den Standardschacht, falls beim drucken dies nicht eingestellt wird.
Dies kann aber auch in den Druckoptionen im Openoffice eingestellt
werden. Wird dort die Druckervorlage übernommen, nimmt er den hier
eingestellten Schacht.

Auch den Druckmodus sollte man in den Einstellungen beim Druck mitgeben
können. Nofalls wird hier übersteuert mit Graustufen.

Gruss, Markus, sehr zufrieden mit cups unter Linux. Vor allem, da ich
jetzt keine herstellerabhängigen Tools mehr brauche, über die ich mich
immer aufgeregt habe.

Ach ja, verwende Suse10.2, werde aber bei Gelegenheit auf 10.3 updaten.

-- 
Sehr zu empfehlen:

http://www.google.ch/ oder .de/ oder .com/ usw.
Drucken via CUPS (was: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM)
#606
Author: Gabriela Salvisberg
Date: Fri, 04 Jan 2008 03:04
32 lines
2543 bytes
Am Fri, 04 Jan 2008 00:25:39 +0100 schrieb Markus Grob:

> Stefan Werner schrieb:
> 
>> Allerdings verwendet er unter Linux, wie früher erwähnt, grundsätzlich 
>> den (teuren) farbigen Toner, auch für gänzlich schwarze Texte (Diese
>> erscheinen dann nichtmal in Schwarz, sondern in einem Braunton).
> 
> Je nach Treiber kann man eine Option beim Drucker einstellen, wie
> "drucke grundsätzlich schwarz". Hatte ich bei einem Tintenspritzer bei
> einem Bekannten drin. Nicht bei mir, da ich nur s/w Drucker verwende.

Ich hab mir zu Weihnachten einen Farblaser geleistet. Erste Anlaufstelle 
*vor* dem Kauf: Diverse Farblaser-Testberichte der letzten 6 Monate 
(engere Wahl: ein Oki und ein Brother). Die zweite: Linuxprinting.org 
(byebye, Oki). Erste *nach* dem Kauf: Die Hersteller-Support-Seiten (in 
meinem Fall Brother). Nicht weil's Probleme gab, sondern, weil ich sie 
vermeiden wollte. Und ich bin bis jetzt sehr zufrieden.

> Ich empfehle:
> 
> http://localhost:631/printers (ich hoffe, Du verwendest cups).

Genau das hätte ich auch vorgeschlagen. Hab das vor dem Brother-Kauf auch 
nicht gekannt. CUPS scheint wirklich eine gut durchdachte Sache zu sein, 
auch wenn ich noch weit davon entfernt bin, im Detail zu wissen, was ich 
da einstelle. Ein wenig Feintuning wird mit dem Lernprozess noch folgen. 

Im Moment läuft meiner noch via USB, später (sobald wieder ein Notebook 
in Betrieb ist) werde ich ihn an den Switch hängen.

Gaby
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#607
Author: Stefan Werner
Date: Fri, 04 Jan 2008 05:39
28 lines
2061 bytes
Markus Grob schrieb:
> Stefan Werner schrieb:
> 
>> Betriebssystemen genannt war). Allerdings verwendet er unter Linux, wie 
>> früher erwähnt, grundsätzlich den (teuren) farbigen Toner, auch für 
>> gänzlich schwarze Texte (Diese erscheinen dann nichtmal in Schwarz, 
>> sondern in einem Braunton).
> 
> Je nach Treiber kann man eine Option beim Drucker einstellen, wie
> "drucke grundsätzlich schwarz". Hatte ich bei einem Tintenspritzer bei
> einem Bekannten drin. Nicht bei mir, da ich nur s/w Drucker verwende.

Ja, aber das wäre auch nicht ganz korrekt: Farbiges soll er ja farbig 
drucken. Bloss soll er die schwarzen Stellen nicht aus YMC 
zusammenmixen, sondern dafür den schwarzen Toner nehmen.

> 
> Ich empfehle:
> 
> http://localhost:631/printers (ich hoffe, Du verwendest cups).

Danke für den Tip. Wenn ich das nächste Mal wieder Mumm und Zeit für 
einen neuen Anlauf mit Linux auf dem Desktop habe, werde ich es nochmal 
testen.

Gruss,

-stef
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#608
Author: Christof Buergi
Date: Fri, 04 Jan 2008 09:47
39 lines
3568 bytes
Stefan Werner schrieb:
> Allerdings verwendet er unter Linux, wie 
> früher erwähnt, grundsätzlich den (teuren) farbigen Toner, auch für 
> gänzlich schwarze Texte (Diese erscheinen dann nichtmal in Schwarz, 
> sondern in einem Braunton).
> Und das zweite Problem war, dass er das Papier immer aus dem 
> Standardschacht holte, und nicht aus dem, den das Textprogramm 
> (OpenOffice) wollte. Das ist für mich deswegen relevant, weil ich öfters 
> unterschiedliches Papier innerhalb eines Dokuments verwenden muss.

Was das Farbproblem betrifft, so vermute ich, das OpenOffice "schlechtes" 
Schwarz liefert. Das hat folgenden Hintergrund: Jede Farbe in OpenOffice 
kann in einem der Farbräume RGB, CMYK oder LAB definiert werden. Dabei 
ist es möglich, "schlechtes" Schwarz zu definieren, welches auf einem 
Farbdrucker durch Farbmischung statt durch die schwarze Farbe dargestellt 
wird. Der Windows-Treiber ist möglicherweise in der Lage, solche 
problematischen Werte zu erkennen und zu korrigieren.

Unter Linux geht dies bei einem PostScript Drucker grundsätzlich nicht. 
Dies, weil das gesamte System PostScript-basiert ist. Die Applikationen 
liefern bereits PostScript, und dieses bleibt bei einem PostScript Drucker 
möglichst unberührt. Wahrscheinlich gibt es durchaus Filter, die 
schlechtes PostScript korrigieren, aber mir ist gerade nichts bekannt. 
Möglicherweise hat dein Drucker aber eine Einstellung, mit der er solche 
Fehler selbst korrigieren kann. Schau mal über die CUPS-Oberfläche nach.

Was das Problem mit dem Papierfach betrifft, so bin ich selber schon 
darüber gestolpert. Offenbar kann OpenOffice (ebenso wie KDE) manche PPDs 
nicht richtig interpretieren, was dazu führt, dass die nötigen 
Spezialkommandos nicht ins PostScript kommen. In dem Fall hilft es, die 
Einstellungen in der CUPS-Oberfläche zu machen. CUPS sorgt dann selbst 
dafür dass die Kommandos stimmen. Zugegebenermassen ist das aber eine 
eher umständliche Lösung.

Die CUPS-Oberfläche findest du, wie in den anderen Postings schon 
erwähnt, per Webbrowser unter http://localhost:631/ (oder 
http://<server>:631/, falls du einen Printserver und keinen lokalen 
Spooler verwendest). Das ist übrigens ein standartisierter Port. Jeder 
IPP-Printserver (und CUPS ist so einer) sollte dort erreichbar sein.
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#609
Author: Stefan Werner
Date: Fri, 04 Jan 2008 10:02
23 lines
2204 bytes
Christof Buergi schrieb  am 04.01.2008 10:47:

> Was das Farbproblem betrifft, so vermute ich, das OpenOffice 
> "schlechtes" Schwarz liefert. Das hat folgenden Hintergrund: Jede Farbe 
> in OpenOffice kann in einem der Farbräume RGB, CMYK oder LAB definiert 
> werden. Dabei ist es möglich, "schlechtes" Schwarz zu definieren, 
> welches auf einem Farbdrucker durch Farbmischung statt durch die 
> schwarze Farbe dargestellt wird. Der Windows-Treiber ist möglicherweise 
> in der Lage, solche problematischen Werte zu erkennen und zu korrigieren.

Das wäre gut möglich.

> Die CUPS-Oberfläche findest du, wie in den anderen Postings schon 
> erwähnt, per Webbrowser unter http://localhost:631/ (oder 
> http://<server>:631/, falls du einen Printserver und keinen lokalen 
> Spooler verwendest). Das ist übrigens ein standartisierter Port. Jeder 
> IPP-Printserver (und CUPS ist so einer) sollte dort erreichbar sein.

Stimmt, cool: Meinen Netzwerk-HP kann ich tatsächlich auch so 
ansprechen. Er teilt mir mit, dass er gerade seine 98981. Seite druckt
  :-)

-stef
Re: Drucken via CUPS
#610
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Fri, 04 Jan 2008 10:42
46 lines
3417 bytes
Hello NG

Am 04.01.2008 04:04, Gabriela Salvisberg schrieb:
> Am Fri, 04 Jan 2008 00:25:39 +0100 schrieb Markus Grob:
> 
>> Je nach Treiber kann man eine Option beim Drucker einstellen, wie
>> "drucke grundsätzlich schwarz". Hatte ich bei einem Tintenspritzer bei
>> einem Bekannten drin. Nicht bei mir, da ich nur s/w Drucker verwende.
> 
> Ich hab mir zu Weihnachten einen Farblaser geleistet. Erste Anlaufstelle 
> *vor* dem Kauf: Diverse Farblaser-Testberichte der letzten 6 Monate 
> (engere Wahl: ein Oki und ein Brother). Die zweite: Linuxprinting.org 
> (byebye, Oki). Erste *nach* dem Kauf: Die Hersteller-Support-Seiten (in 
> meinem Fall Brother). Nicht weil's Probleme gab, sondern, weil ich sie 
> vermeiden wollte. Und ich bin bis jetzt sehr zufrieden.

Die Wahl zwischen Oki und Brother zum Thema Linux-Support ist schnell
beantwortet. Seit ca 2 Jahren bietet Brother Linux-Treiber für viele
ihre Drucker an, allerdings als rpm-binary (war wenigstes damals so).

So habe ich einen MFC-410CN unter SuSE sehr einfach zum Laufen gebracht,
über's Ethernet-Anschluss. Die Treiber konnte ich aber nicht in meinen
Slackware installieren. Habe die rpm's genau angschaut, die ersetzten
manche CUPS-Programme!

>> Ich empfehle:
>>
>> http://localhost:631/printers (ich hoffe, Du verwendest cups).

Ja, in Linux hat CUPS die lpr zum grossen Teil ersetzt. Vermutlich sind
die KDE/Gnome Drucker-GUIs frontends zu CUPS. Hier in der Schule können
wir auf den meistens Drucker über Windows Druckerserver drucken:
http://lug.zhaw.ch/wiki/Drucken_an_der_ZHAW


> Genau das hätte ich auch vorgeschlagen. Hab das vor dem Brother-Kauf auch 
> nicht gekannt. CUPS scheint wirklich eine gut durchdachte Sache zu sein, 
> auch wenn ich noch weit davon entfernt bin, im Detail zu wissen, was ich 
> da einstelle. Ein wenig Feintuning wird mit dem Lernprozess noch folgen. 

Genau das ist der Punkt. _Vor_ dem Kauf sich erkundigen. Wenn es um
Drucker geht http://www.linuxprinting.org Damit geben wir ein Signal
an die Hersteller!

Gruss
Visvanath
Drucken via CUPS (was /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM)
#611
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Fri, 04 Jan 2008 10:56
42 lines
2971 bytes
Hello Stefan

Am 04.01.2008 11:02, Stefan Werner schrieb:
> Christof Buergi schrieb  am 04.01.2008 10:47:
> 
>> Was das Farbproblem betrifft, so vermute ich, das OpenOffice
>> "schlechtes" Schwarz liefert. Das hat folgenden Hintergrund: Jede
>> Farbe in OpenOffice kann in einem der Farbräume RGB, CMYK oder LAB
>> definiert werden. Dabei ist es möglich, "schlechtes" Schwarz zu
>> definieren, welches auf einem Farbdrucker durch Farbmischung statt
>> durch die schwarze Farbe dargestellt wird. Der Windows-Treiber ist
>> möglicherweise in der Lage, solche problematischen Werte zu erkennen
>> und zu korrigieren.

Wie die anderen schon erklärt haben, PostScript alleine ist die Seiten-
beschreibung. Information wie welcher Papiertyp (Foto, Folien, ...), etc
muss man seperat liefern. Die Lösung in CUPS ist die PPD.

Also in deinem Fall, Schwarz aus Schw.Patrone zu nehmen statt selber
mischen,
1. der Drucker muss es unterstützen (das nehme ich jetzt an, ein anderes
System schaft's oder?)

2. die PPD muss diese Möglichkeit weitergeben

3. die Applikation davon gebrauch machen.

Die PPD kann man schnell austauschen, falls bessere verfügbar. Aber
wenn das Problem bei der Applikation liegt, wird die Sache etwas
komplizierter. Eine Ausweichmöglichkeit wäre zu erst eine ps oder pdf
Datei erzeugen und dann drucken.


> Stimmt, cool: Meinen Netzwerk-HP kann ich tatsächlich auch so
> ansprechen. Er teilt mir mit, dass er gerade seine 98981. Seite druckt
>  :-)

Bei einem früheren Druckerkauf habe ich linuxprinting.org recherchiert
und bekam den Eindruck hp-Drucker seien generell am besten unterstützt.

gruss
VR
Re: Drucken via CUPS (was /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM)
#612
Author: Christof Buergi
Date: Fri, 04 Jan 2008 12:12
15 lines
2022 bytes
Visvanath Ratnaweera schrieb:
> Wie die anderen schon erklärt haben, PostScript alleine ist die Seiten-
> beschreibung. Information wie welcher Papiertyp (Foto, Folien, ...), etc
> muss man seperat liefern. Die Lösung in CUPS ist die PPD.

> Also in deinem Fall, Schwarz aus Schw.Patrone zu nehmen statt selber
> mischen,

Stopp! Die Beschreibung der Farbmischung (auch ob echtes oder gemischtes 
Schwarz) ist in PostScript selbst vorhanden. Über das PPD kann höchstens 
ein Befehl kommen, generell auf Farbe zu verzichten.

Übrigens kommen diese Befehle auch nicht wirklich separat. Es handelt 
sich eigentlich um nicht standardisierte PostScript Befehle, die im PPD 
beschrieben werden.
Re: /ch/open lanciert Ubuntu Swiss Remix CD-ROM
#614
Author: Christof Buergi
Date: Fri, 04 Jan 2008 12:24
8 lines
1692 bytes
Ach ja, was ich noch vergass: Manche Druckerhersteller wie Xerox oder
Konica/Minolta führen speziell für Linux angepasste PPDs. LinuxPrinting
(welches neu OpenPrinting heisst) hilft da weiter.
http://www.openprinting.org/

Ja, PPDs /sollten/ eigentlich universell sein. Sind sie aber leider nicht 
immer
Darum gibt es zuweilen auch separate PPDs für Mac und Windows.
Re: Drucken via CUPS
#615
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Fri, 04 Jan 2008 16:27
26 lines
2450 bytes
Hello Chrisof

Am 04.01.2008 13:12, Christof Buergi schrieb:
> Visvanath Ratnaweera schrieb:
>> Wie die anderen schon erklärt haben, PostScript alleine ist die Seiten-
>> beschreibung. Information wie welcher Papiertyp (Foto, Folien, ...), etc
>> muss man seperat liefern. Die Lösung in CUPS ist die PPD.
> 
>> Also in deinem Fall, Schwarz aus Schw.Patrone zu nehmen statt selber
>> mischen,
> 
> Stopp! Die Beschreibung der Farbmischung (auch ob echtes oder gemischtes
> Schwarz) ist in PostScript selbst vorhanden. Über das PPD kann höchstens
> ein Befehl kommen, generell auf Farbe zu verzichten.

Oops, habe ich mich zu weit zum Fenster hinausgelehnt? :-)

> Übrigens kommen diese Befehle auch nicht wirklich separat. Es handelt
> sich eigentlich um nicht standardisierte PostScript Befehle, die im PPD
> beschrieben werden.

Kennst du gute Literatur zu dieser PPD-Sache? Ich sollte mal ein altes
Projekt wieder in Angriff nehmen.

Gruss
Visvanath
Re: Drucken via CUPS
#616
Author: Gabriela Salvisberg
Date: Fri, 04 Jan 2008 23:30
42 lines
2914 bytes
Am Fri, 04 Jan 2008 11:42:46 +0100 schrieb Visvanath Ratnaweera:

> Am 04.01.2008 04:04, Gabriela Salvisberg schrieb:

>> [...] engere Wahl: ein Oki und ein Brother). Die zweite:
>> Linuxprinting.org (byebye, Oki). 

> Die Wahl zwischen Oki und Brother zum Thema Linux-Support ist schnell
> beantwortet. Seit ca 2 Jahren bietet Brother Linux-Treiber für viele
> ihre Drucker an, allerdings als rpm-binary (war wenigstes damals so).

Debian und sämtliche Derivate (inkl. Ubuntu) werden in letzter Zeit von 
den Herstellern auch immer besser unterstützt. Der Brother war jedenfalls 
schnell in Betrieb genommen. Linux steht ja auch offiziell als 
unterstütztes OS in den Spezifikationen:
<http://www.brother.ch/g3.cfm/s_page/61700/s_level/22190/s_product/
HL4070CDWC1/s_detailType/specs>

Und sowas gefällt natürlich schon:
<http://solutions.brother.com/linux/sol/printer/linux/cups_drivers.html>
"Drivers for Red Hat / Mandriva (Mandrake) / SuSE
Drivers for Debian"

> Ja, in Linux hat CUPS die lpr zum grossen Teil ersetzt. Vermutlich sind
> die KDE/Gnome Drucker-GUIs frontends zu CUPS. Hier in der Schule können
> wir auf den meistens Drucker über Windows Druckerserver drucken:
> http://lug.zhaw.ch/wiki/Drucken_an_der_ZHAW

Damit hatte ich auch bei uns im Büro kein Problem. 

> Genau das ist der Punkt. _Vor_ dem Kauf sich erkundigen. Wenn es um
> Drucker geht http://www.linuxprinting.org Damit geben wir ein Signal an
> die Hersteller!

"Völker, hört die Signale!" ;-). Ich kaufe auch nur noch linuxtaugliche 
Hardware. Und ich _sags_ den Händlern und Herstellern auch, warum ich 
genau dieses und nicht jenes Gerät kaufe.

Hast du ev. sogar Beziehungen zu den Leuten von Linuxprinting.org? Da 
fehlt nämlich ein Feature, um Geräte nach Erscheinungsdatum zu suchen. 

Gaby
Re: Drucken via CUPS
#617
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Sat, 05 Jan 2008 21:38
11 lines
1718 bytes
Helo Gaby

Am 05.01.2008 00:30, Gabriela Salvisberg schrieb:
> 
> Hast du ev. sogar Beziehungen zu den Leuten von Linuxprinting.org? Da 
> fehlt nämlich ein Feature, um Geräte nach Erscheinungsdatum zu suchen. 

Leider nicht. Versuch mal webmaster (ät) linux-foundation dot org
(nach http://www.linux-foundation.org/en/Contact )

Visvanath
Re: Drucken via CUPS
#619
Author: Stefan Werner
Date: Mon, 07 Jan 2008 05:42
17 lines
1839 bytes
Visvanath Ratnaweera schrieb:

> Genau das ist der Punkt. _Vor_ dem Kauf sich erkundigen. Wenn es um
> Drucker geht http://www.linuxprinting.org Damit geben wir ein Signal
> an die Hersteller!

Und was machen so arme Teufel wie ich, die es sich nicht leisten können 
oder wollen, nur für den Umstieg auf Linux ihren bereits bestehenden 
Gerätepark Linux-kompatibel auszutauschen? Ein Drucker lebt bei mir rund 
10 Jahre. Ihn vorher wegen eines Experiments mit Linux auszutauschen, 
wäre unökonomisch (und unökologisch).

Im Übrigen ist der Xerox Phaser 6120, mit dem ich die in diesem Thread 
beschriebenen Probleme hatte, sowohl beim Hersteller, als auch bei 
linuxprinting.org als Linux-geeignet gelistet.

-stef
Re: Drucken via CUPS
#621
Author: Christof Buergi
Date: Mon, 07 Jan 2008 13:33
7 lines
1638 bytes
Moin

Visvanath Ratnaweera schrieb:
> Kennst du gute Literatur zu dieser PPD-Sache? Ich sollte mal ein altes
> Projekt wieder in Angriff nehmen.

Leider nein. Da fragst du vielleicht besser bei der LUGS.
Re: Drucken via CUPS
#543
Author: Markus Grob
Date: Wed, 09 Jan 2008 20:02
25 lines
2185 bytes
Stefan Werner schrieb:

> oder wollen, nur für den Umstieg auf Linux ihren bereits bestehenden 
> Gerätepark Linux-kompatibel auszutauschen? Ein Drucker lebt bei mir rund 
> 10 Jahre. Ihn vorher wegen eines Experiments mit Linux auszutauschen, 
> wäre unökonomisch (und unökologisch).

Richtig. Doch je älter, je besser. Ok, ein Commodore 802 musst Du nicht
mehr versuchen, obwohl es sicher mit basteln gehen würde :-)
Mein HP5M werkelt auch noch hervorragend im Netzwerk, doch alles was
Netzwerk hat, ist normalerweise kein Problem.


> Im Übrigen ist der Xerox Phaser 6120, mit dem ich die in diesem Thread 
> beschriebenen Probleme hatte, sowohl beim Hersteller, als auch bei 
> linuxprinting.org als Linux-geeignet gelistet.

Nun, was klappt dann nicht?

Gruss, Markus

-- 
Sehr zu empfehlen:

http://www.google.ch/ oder .de/ oder .com/ usw.
Re: Drucken via CUPS
#564
Author: Stefan Werner
Date: Tue, 15 Jan 2008 06:18
72 lines
4787 bytes
Markus Grob schrieb:

>> Im Übrigen ist der Xerox Phaser 6120, mit dem ich die in diesem Thread 
>> beschriebenen Probleme hatte, sowohl beim Hersteller, als auch bei 
>> linuxprinting.org als Linux-geeignet gelistet.
> 
> Nun, was klappt dann nicht?

Nun, das was ich weiter oben beschrieben habe, und auf das Du auch schon 
geantwortet hast. Ich glaube Dir ja durchaus, dass man die Probleme 
"irgendwo in den Treibereinstellungen", oder notfalls eben mit einem 
C-Compiler in den Griff bekommen könnte, aber auch das ist halt eine 
Frage der Oekonomie: Wenn ich >10 Stunden brauche, um den Drucker unter 
Linux zum selben Resultat zu bringen, das er unter Windows "out of the 
box" bringt, dann finde ich nicht, dass es -zumindest im 
Geschäftsumfeld- Sinn macht, Linux mit diesem Drucker einzusetzen.

Denn wie gesagt: Der Drucker ist ja nur eins der Probleme, die man lösen 
muss, wenn man Linux auf dem Desktop einsetzt. Von meinen mehrfachen 
Versuchen, dies zu tun, sind mir z.B. folgende noch in Erinnerung:

- DieVMWare-Kernelmodule müssen neu kompiliert werden, und das nach 
jedem Systemupdate, das einen Teil des Kernels betrifft. Und manchmal 
geht dabei etwas schief, und VMWare will nicht kompilieren. Dann steht 
die Arbeit erst mal still....
Unter Windows läuft VMWare dagegen nach jedem Update ohne Änderung weiter.

- Die WLan-Karte (und nichtmal jede, die ich einsetze) läuft nur mit 
NDISWrapper. Auch hier kann es passieren, dass nach einem System-Update 
gar nichts mehr läuft. Und weil man dann keinen Internet Zugriff mehr 
hat, kann man auch nicht so schnell Hilfe suchen. Und schlimmer noch: Es 
gelang mir nicht, WPA zu aktivieren (Ubuntu 6.10). Vermutlich ginge auch 
das "irgendwo in den Treibern", aber nach mehreren verlorenen Stunden 
habe ich damals frustriert aufgegeben und wieder Windows 2000 installiert.

- Der Labeldrucker, welcher am USB-Port angeschlossen ist, liefert 
keinen brauchbaren Ausdruck

- Der Scanner funktioniert nicht bzw. nicht mit allen Auflösungen.


Nochmal: Ich habe sicher nichts gegen Linux, im Gegenteil. Und auf dem 
Server habe ich auch keinerlei Probleme damit. Dort laufen sogar SUSe, 
Ubuntu und Kubuntu einträchtig nebeneinander in VM's, jede mit ihren 
soezifischen Aufgaben.
Aber auf dem Desktop ist Linux meines Erachtens immer noch für den 
Normalanwender nur in einfachen Standardumgebungen brauchbar. Das 
hingegen geht sehr gut: Die neueren Ubuntu-Distros installieren sich 
problemlos wie von selbst. Erst wenn man etwas einbinden will, das nicht 
von vornherein vorgesehen war, beginnen die Probleme...

Und echte Linux-Kenner, die einem das System einrichten könnten, findet 
man auch für Geld und gute Worte nicht ohne Weiteres. Ich habe es einmal 
versucht: Der Typ verlangte 150.- pro Stunde und es stellte sich dann 
heraus, dass er eher weniger von Linux verstand, als ich selber.

Hingegen ist es relativ leicht, bei einem Windows-Problem einen 
"Microsoft certified system engineer" zu finden, der wirklich etwas vom 
System versteht.

Das sind Punkte, die im Geschäftsumfeld wichtig sind, und die den 
Sympathiebonus von Linux zur Zeit noch aufwiegen.

So gesehen wäre das, was Linux am ehesten voranbringen würde, vermulich 
ein Ausbildungsstandard mit einem Zertifikat, das einem zeigt, dass 
jemand wirklich etwas von Linux versteht.

Das wäre doch eine Herausforderung für die LUGS oder ch/open: Propagiert 
einen "LUGS-certified system engineer" für Linux! Das würde Linux mehr 
helfen, als advocacy-threads im usenet.

-stef
advocay-threads im usenet (was Drucken via CUPS)
#573
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Sat, 19 Jan 2008 17:24
72 lines
4507 bytes
Hello Stefan

Am 15.01.2008 07:18, Stefan Werner schrieb:
> Markus Grob schrieb:
> 
>>> Im Übrigen ist der Xerox Phaser 6120, mit dem ich die in diesem 
>>> Thread beschriebenen Probleme hatte, sowohl beim Hersteller, als auch 
>>> bei linuxprinting.org als Linux-geeignet gelistet.
>>
>> Nun, was klappt dann nicht?
> 
> Nun, das was ich weiter oben beschrieben habe, und auf das Du auch schon 
> geantwortet hast. Ich glaube Dir ja durchaus, dass man die Probleme 
> "irgendwo in den Treibereinstellungen", oder notfalls eben mit einem 

Wenn linuxprinting.org den Drucker als "supported" katagorisiert, sind
deine Chancen gut.

> C-Compiler in den Griff bekommen könnte, 

Wenn du über CUPS gehst braucht ein Drucker höchstens PPD-Dateien,
habe noch nie erlebt, dass deswegen binaries hätte compilieren müssen.

> aber auch das ist halt eine 
> Frage der Oekonomie: Wenn ich >10 Stunden brauche, um den Drucker unter 
> Linux zum selben Resultat zu bringen, das er unter Windows "out of the 
> box" bringt, dann finde ich nicht, dass es -zumindest im 
> Geschäftsumfeld- Sinn macht, Linux mit diesem Drucker einzusetzen.

Da hast du völlig Recht. Ich habe absurde Szenarien gesehen (wegen 
eines Fr. 250.- Drucker der Geschäftsleiter und externe Gurus Tage
investieren und die Mitarbeiter warten auf den Drucker :-( Leider
v.a. bei sehrKMU ist die Trennung zwischen Geschäftsleitung und Leiter
nicht ganz klar ;-[


> Denn wie gesagt: Der Drucker ist ja nur eins der Probleme, die man lösen 
> muss, wenn man Linux auf dem Desktop einsetzt. Von meinen mehrfachen 
> Versuchen, dies zu tun, sind mir z.B. folgende noch in Erinnerung:
> [...]

OK. Es geht nicht um diesen Drucker (da hätte man anders debuggen
sollen) sondern Einsatz Linux auf dem Desktop allgemein. Das Thema
ist natürlich nach oben offen ;-)


> [...] 
> Das sind Punkte, die im Geschäftsumfeld wichtig sind, und die den 
> Sympathiebonus von Linux zur Zeit noch aufwiegen.
> 
> So gesehen wäre das, was Linux am ehesten voranbringen würde, vermulich 
> ein Ausbildungsstandard mit einem Zertifikat, das einem zeigt, dass 
> jemand wirklich etwas von Linux versteht.

Das gibt bereits, mit Erfolg: http://www.lpi-german.de/
(OK, ob die Absolventen "wirklich" was verstehen, drüber kann man
streiten genau wie ob ein Uni-Abgänger auch das "wirklich" verstehen
was auf seinem Zeugnis steht.)


> Das wäre doch eine Herausforderung für die LUGS oder ch/open: Propagiert 
> einen "LUGS-certified system engineer" für Linux! Das würde Linux mehr 
> helfen, als advocacy-threads im usenet.

Vielleicht schon, vielleicht auch nicht. Der Punkt ist, auch wenn sie
"advocacy-threads im usenet" lesen, den anderen zu sagen was sie zu
machen hätten, das bringt erfahrungsgemäss wenig. Der Stoff (die
Software) ist offen und niemand hindert dich den ersten Schritt zu
wagen. ;-]

Gruss
Visvanath
Re: advocay-threads im usenet (was Drucken via CUPS)
#581
Author: Stefan Werner
Date: Mon, 21 Jan 2008 17:31
31 lines
2740 bytes
Visvanath Ratnaweera schrieb  am 19.01.2008 18:24:

> Das gibt bereits, mit Erfolg: http://www.lpi-german.de/
> (OK, ob die Absolventen "wirklich" was verstehen, drüber kann man
> streiten genau wie ob ein Uni-Abgänger auch das "wirklich" verstehen
> was auf seinem Zeugnis steht.)

Naja, wenn eine Organisation mit ihrem Ruf dafür bürgt, dass das 
Zertifikat etwas taugt, dann ist das schon etwas mehr wert, als wenn nur 
jemand selber von sich behauptet, er verstehe etwas davon.


>> Das wäre doch eine Herausforderung für die LUGS oder ch/open: 
>> Propagiert einen "LUGS-certified system engineer" für Linux! Das würde 
>> Linux mehr helfen, als advocacy-threads im usenet.
> 
> Vielleicht schon, vielleicht auch nicht. Der Punkt ist, auch wenn sie
> "advocacy-threads im usenet" lesen, den anderen zu sagen was sie zu
> machen hätten, das bringt erfahrungsgemäss wenig. Der Stoff (die
> Software) ist offen und niemand hindert dich den ersten Schritt zu
> wagen. ;-]

Ich bin in keinster Weise qualifiziert, ein Zertifikat anzubieten. Ich 
bin vielmehr Kunde: Wenn es in der Schweiz zertifizierte Linux-Experten 
gäbe, hätte ich vielleicht den einen oder anderen Auftrag für sie und 
würde dafür durchaus auch marktübliche Honorare zahlen (das ist immer 
noch billiger, als wenn ich selber -zig Stunden das Internet 
durchforsten muss, um eine bestimmte Hardware zur Zusammenarbeit mit 
Linux zu überreden).

-stef
Re: advocay-threads im usenet (was Drucken via CUPS)
#583
Author: Markus Grob
Date: Mon, 21 Jan 2008 18:10
38 lines
3257 bytes
Stefan Werner schrieb:

> Ich bin in keinster Weise qualifiziert, ein Zertifikat anzubieten. Ich 
> bin vielmehr Kunde: Wenn es in der Schweiz zertifizierte Linux-Experten 
> gäbe, hätte ich vielleicht den einen oder anderen Auftrag für sie und 
> würde dafür durchaus auch marktübliche Honorare zahlen 

Nun, ich denke, das wird es nie geben. Genauso, wie der PC-Supporter vom
SIZ eigentlich ein Witz ist. Da könnte man auch gleich Windows-XP oder
Windows-2000 Supporter sagen.
Das ganze Gebiet ist so weitläufig, dass es höchstens Unterstufen davon
geben kann. Wie etwa die Red Hat Zertifikate. Dann weiss man, auf
welcher Distro sich derjenige auskennt. Auch wenn sich die Distros
ähneln bruacht es für konkrete Probleme halt doch die spezifischen
Dateien, die man sonst suchen muss.
Dazu ist das Hardwaregebiet weitläufig und je nach System gibt es auch
keine Lösung (leider).
Hatte für eine FH-Arbeit auch eine Firma zu evaluieren. Die Hauptpunkte
sind aber nicht (mehr) die Hardware oder eine bekannte Distro, sondern
vielmehr die Anwender (Supporter) und die Schnittstellen zu externen
Firmen. Da sind viele nicht bereit, auf ein gewohntes Look&Feel beim
installieren zu verzichten und wenn die Worddatei mit Makros nicht will,
dann ist Linux gestorben.
So funktioniert es leider nun Mal. Alle wollen sparen oder wechseln,
doch niemand will dafür investieren, obwohl ich zum Beispiel privat seit
6 Jahren komplett umgestiegen bin und immer noch behaupte, dass es mit
gutem Willen auch geschäftlich möglich ist, doch dies möchte niemand
riskieren.

Kann ich auch verstehen, denn wenn plötzlich der Admin abspringt ist
guter Rat sprichwörtlich teuer.

Gruss, Markus

-- 
Sehr zu empfehlen:

http://www.google.ch/ oder .de/ oder .com/ usw.
Re: advocay-threads im usenet (was Drucken via CUPS)
#585
Author: Erich Rieder
Date: Mon, 21 Jan 2008 21:35
21 lines
2632 bytes
Hallo, hier ist Erich, grad Eure Ausführungen gelesen und kann nicht 
anders als auch "meinen Senf" dazugeben.

Ich selbst befass mich (leider) erst seit 2000 mit Linux.
Und halt immer noch (fast) nur im Server Bereich.
Server bei Kunden als LAN/Druck/Groupware/Sicherungs/VOIP etc...

Aber ich habs auch nicht geschafft bei einem Kunden ein Desktop Linux 
einzusetzen. Dabei würde zB mein Win-Delphi-Programm ohne grobe Probleme 
auch unter zB CentOS oder Fedora mit Wine laufen (geht bei mir).
Für alles andere gibts echte Linux Software.
Ich hatte sogar angeboten den Support GRATIS zu machen wenn ich nur 
einen echten Anwender in der Nähe hätte (natürlich nicht unendlich aber 
so dass nicht jede 5 Min was kostet).
Es bring für die breite Verbreitung nichts wenn Linux Gurus den Linux 
Desktop verwenden, echte normale Anwender müssten das sein. Natürlich 
offen und einigermassen bereit neben den WIN Scheuklappen vorbeizusehen.

Ich versuchts immer wieder aber bisher bin ich nicht fündig geworden.

Gruss Erich
LPI (was advocay-threads im usenet)
#500
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Fri, 01 Feb 2008 08:23
35 lines
3114 bytes
Hello alle

Noch was zur LPI:

Am 21.01.2008 18:31, Stefan Werner schrieb:
> Visvanath Ratnaweera schrieb  am 19.01.2008 18:24:
> 
>> Das gibt bereits, mit Erfolg: http://www.lpi-german.de/
>> (OK, ob die Absolventen "wirklich" was verstehen, drüber kann man
>> streiten genau wie ob ein Uni-Abgänger auch das "wirklich" verstehen
>> was auf seinem Zeugnis steht.)
> 
> Ich bin in keinster Weise qualifiziert, ein Zertifikat anzubieten. Ich 
> bin vielmehr Kunde: Wenn es in der Schweiz zertifizierte Linux-Experten 
> gäbe, hätte ich vielleicht den einen oder anderen Auftrag für sie und 
> würde dafür durchaus auch marktübliche Honorare zahlen (das ist immer 
> noch billiger, als wenn ich selber -zig Stunden das Internet 
> durchforsten muss, um eine bestimmte Hardware zur Zusammenarbeit mit 
> Linux zu überreden).

LPI ist sehr aktiv in Europa. Seit neuem gibt's auch LPI 
Central-Europe http://www.lpice.eu/Linux-Professional-Ins.47.0.html?&L=4

Sie sind in allen FOSS-Veranstaltungen präsent und haben diverse
Angebote für Partner. Der Markt, wenigstens in der Schweiz, ist
noch nicht gross genug für viele solche Kursprogramme.

Diese Kurse gibt's bereits:
http://www.eb-zuerich.ch/kursprogramm/informatik/systemkurse/linux-systemadministration-basis-lpi-101.html
http://www.eb-zuerich.ch/kursprogramm/informatik/systemkurse/linux-systemadministration-aufbau-lpi-102.html

Disclaimer: Ich habe mit keinem der oben genannten was zu tun.

Gruss
Visvanath
Re: LPI (was advocay-threads im usenet)
#501
Author: Stefan Werner
Date: Sat, 02 Feb 2008 05:56
25 lines
2335 bytes
Visvanath Ratnaweera schrieb:

> LPI ist sehr aktiv in Europa. Seit neuem gibt's auch LPI Central-Europe 
> http://www.lpice.eu/Linux-Professional-Ins.47.0.html?&L=4
> 
> Sie sind in allen FOSS-Veranstaltungen präsent und haben diverse
> Angebote für Partner. Der Markt, wenigstens in der Schweiz, ist
> noch nicht gross genug für viele solche Kursprogramme.
> 
> Diese Kurse gibt's bereits:
> http://www.eb-zuerich.ch/kursprogramm/informatik/systemkurse/linux-systemadministration-basis-lpi-101.html 

Interessant. Das heisst, wenn jemand ein LPIC-Zertifikat vorweist, dann 
sehe ich immerhin, dass er es ernst meint: Er hat immerhin etwa 3000.- 
für die Zertifikate hingeblättert, wenn er beide Kurse besucht hat.
Vom Wissen her bescheinigt LPIC-1 wohl das, was ein engagierter Amateur 
kann.
Für geschäftliche Linux-Anwender interessant wären wohl Inhaber eines 
LPIC-2 Zertifikates.


Ok, ich werde mal sehen, ob ich so jemanden als freien Sysadmin finden 
kann...

-stef
Re: LPI (was advocay-threads im usenet)
#502
Author: Stefan Heimers
Date: Sat, 02 Feb 2008 08:38
29 lines
2442 bytes
Stefan Werner wrote:

> Vom Wissen her bescheinigt LPIC-1 wohl das, was ein engagierter Amateur
> kann.

In ein paar Abendkursen lernt man bei weitem nicht das, was ein engagierter
Amateur kann. Und wenn einer diesen Grundstoff auswendig lernen konnte,
weiss man immer noch nicht, ob er sich auch selbst�ndig in neue Gebiete
einarbeiten kann.

>> Diese Kurse gibt's bereits:
>>
>http://www.eb-zuerich.ch/kursprogramm/informatik/systemkurse/linux-systemadministration-basis-lpi-101.html 

Ich lese dort:

Schwerpunkte:
 Hardware und Systemarchitektur
 Installation von Linux und Paketmanagement
 GNU- und Unix-Befehle
 Ger�tedateien/ Linux-Dateisysteme
 File System Hierarchy Standard
 X-Window 

Da sehe ich keine Programmiersprache, keine vertieften Netzwerkthemen, keine
Datenbankanwendung,...


Stefan
Re: LPI
#503
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Sat, 02 Feb 2008 09:40
42 lines
2960 bytes
Hello alle

Am 02.02.2008 09:38, Stefan Heimers schrieb:
> Stefan Werner wrote:
> 
>> Vom Wissen her bescheinigt LPIC-1 wohl das, was ein engagierter Amateur
>> kann.
> 
> In ein paar Abendkursen lernt man bei weitem nicht das, was ein engagierter
> Amateur kann. Und wenn einer diesen Grundstoff auswendig lernen konnte,
> weiss man immer noch nicht, ob er sich auch selbst�ndig in neue Gebiete
> einarbeiten kann.
> 
>>> Diese Kurse gibt's bereits:
>>>
>> http://www.eb-zuerich.ch/kursprogramm/informatik/systemkurse/linux-systemadministration-basis-lpi-101.html 
> 
> Ich lese dort:
> 
> Schwerpunkte:
>  Hardware und Systemarchitektur
>  Installation von Linux und Paketmanagement
>  GNU- und Unix-Befehle
>  Ger�tedateien/ Linux-Dateisysteme
>  File System Hierarchy Standard
>  X-Window 
> 
> Da sehe ich keine Programmiersprache, keine vertieften Netzwerkthemen, keine
> Datenbankanwendung,...

Die Themen sind ziemlich klar festgelegt, wenigstens was LPIC-1 und 2
anbelangt. Siehe
Jeff Dean: LPI Linux Certification in a Nutshell Covers General Linux
Exams 101 and 102, First Edition May 2001, Pages: 570
ISBN 10: 1-56592-748-6
http://www.oreilly.com/catalog/lpicertnut/index.html

Vergriffen, 2nd Edition in Bearbeitung. Ist aber in Nebis-Bibliotheken
erh�ltich, inkl. ZHAW (Technikum Winterthur).

Gruss
Visvanath
Re: LPI (was advocay-threads im usenet)
#504
Author: Stefan Werner
Date: Sun, 03 Feb 2008 09:36
23 lines
2328 bytes
Stefan Heimers schrieb:

> Schwerpunkte:
>  Hardware und Systemarchitektur
>  Installation von Linux und Paketmanagement
>  GNU- und Unix-Befehle
>  Ger�tedateien/ Linux-Dateisysteme
>  File System Hierarchy Standard
>  X-Window 
> 
> Da sehe ich keine Programmiersprache, keine vertieften Netzwerkthemen, keine
> Datenbankanwendung,...

Brauche ich auch nicht. Programamieren, Netzwerke und Datenbanken 
aufsetzen kann ich selber. Was ich nicht kann (und wozu ich keine Lust 
habe, eine Menge Zeit aufzuwenden), sind Dinge wie korrektes Anbinden 
meines Druckers, meines WLAN's etc. an Linux. Oder Dinge wie neu 
Kompilieren und Einrichten von VMWare, BestCrypt und NDiswrapper, wenn 
man beim Linux-Upate versehentlich einen neuen Kernel "eingefangen" hat. 
F�r solche Dinge w�rde ich lieber jemanden engagieren, als Stunden mit 
Arbeiten zu vergeuden, die mich eigentlich nicht interessieren.

-stef
Re: LPI
#505
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Wed, 06 Feb 2008 08:09
32 lines
2735 bytes
Hello NG

Am 03.02.2008 10:36, Stefan Werner schrieb:
> Stefan Heimers schrieb:
> 
>> Da sehe ich keine Programmiersprache, keine vertieften Netzwerkthemen, 
>> keine
>> Datenbankanwendung,...
> 
> Brauche ich auch nicht. Programamieren, Netzwerke und Datenbanken 
> aufsetzen kann ich selber. Was ich nicht kann (und wozu ich keine Lust 
> habe, eine Menge Zeit aufzuwenden), sind Dinge wie korrektes Anbinden 
> meines Druckers, meines WLAN's etc. an Linux. Oder Dinge wie neu 
> Kompilieren und Einrichten von VMWare, BestCrypt und NDiswrapper, wenn 
> man beim Linux-Upate versehentlich einen neuen Kernel "eingefangen" hat. 


Ist trotzdem eine breite Palette. F�r einen lockeren Einstieg gibt's
was im Kiosk:

Easy-Linux Open Source Spezial: 01/2008 Januar - M�rz
"130 Seiten Linux-Know-how machen Sie zum Shell-Guru"

Ist nicht systematisch, daf�r freundlich pr�sentiert.

Sonst bringt Linux-Magazin seit 05/2006 eine Artikelreihe "LPI-Workshop".

Das O'Reilly Werk "LPI Linux Certification in a Nutshell" ist eine
Referenz, kein Lehrbuch.

Gruss
Visvanath
Thread Navigation

This is a paginated view of messages in the thread with full content displayed inline.

Messages are displayed in chronological order, with the original post highlighted in green.

Use pagination controls to navigate through all messages in large threads.

Back to All Threads