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Started by Visvanath Ratnaweera
Fri, 29 May 2009 07:48
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Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Fri, 29 May 2009 07:48
Date: Fri, 29 May 2009 07:48
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D�rfte f�r die Linuxer keine Neuigkeit sein, trotzdem: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft Erfolg f�r Open-Source-Anbieter http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/open_source_microsoft_gericht_1.2640703.html http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Gericht-stoppt-42MillionenAuftrag-des-Bundes-an-Microsoft/story/18107770 Hintergrund: Beschwerde gegen Software-Deal des Bundes http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Beschwerde-gegen-SoftwareDeal-des-Bundes/story/20026220 http://www.sf.tv/sendungen/10vor10/index.php?docid=20090505 (vierter Beitrag "Teure Computersoftware f�r Bund") VR
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Werner R. Leuenberger
Date: Fri, 29 May 2009 08:07
Date: Fri, 29 May 2009 08:07
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Visvanath Ratnaweera schrieb: > D�rfte f�r die Linuxer keine Neuigkeit sein, trotzdem: > > Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft > Erfolg f�r Open-Source-Anbieter > http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/open_source_microsoft_gericht_1.2640703.html > > http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Gericht-stoppt-42MillionenAuftrag-des-Bundes-an-Microsoft/story/18107770 > > > Hintergrund: > Beschwerde gegen Software-Deal des Bundes > http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Beschwerde-gegen-SoftwareDeal-des-Bundes/story/20026220 > > http://www.sf.tv/sendungen/10vor10/index.php?docid=20090505 (vierter > Beitrag "Teure Computersoftware f�r Bund") > > VR So ein Kabis. M�ssen jetzt dann die Bundesangestellten lernen Kommandozeilen orientiert zu arbeiten und droht ein R�ckfall so quasi auf Bedienkomfort von Anno Domini? SCNR, Werner
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: martin heggli
Date: Fri, 29 May 2009 08:37
Date: Fri, 29 May 2009 08:37
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Werner R. Leuenberger schrieb: > M�ssen jetzt dann die Bundesangestellten lernen Kommandozeilen > orientiert zu arbeiten und droht ein R�ckfall so quasi auf Bedienkomfort > von Anno Domini? > > SCNR, Werner http://www.ubuntu.com/getubuntu/download Lad es dir einfach mal runter! Du wirst staunen, wie modern Computer heutzutage sein k�nnen... ;-) -- gruesschen, martin mahe at gmx dot net "Wissen h�lt nicht l�nger als Fisch"
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Stefan Werner
Date: Fri, 29 May 2009 08:48
Date: Fri, 29 May 2009 08:48
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martin heggli schrieb: > Werner R. Leuenberger schrieb: >> M�ssen jetzt dann die Bundesangestellten lernen Kommandozeilen >> orientiert zu arbeiten und droht ein R�ckfall so quasi auf >> Bedienkomfort von Anno Domini? >> >> SCNR, Werner > > http://www.ubuntu.com/getubuntu/download > > Lad es dir einfach mal runter! Du wirst staunen, wie modern Computer > heutzutage sein k�nnen... ;-) Bloss wenn, wie bei mir k�rzlich mal wieder, Ubuntu/Gnome sich partout weigert, mehr als SVGA (800x600) anzuzeigen oder auch nur im Controlpanel anzubieten, dann muss man halt doch wieder an XF86Config manuell rumpfriemeln und tapfer �ber die Warnungen hinwegsehen, dass Tippfehler den Monitor zerst�ren k�nnten ;-) Also zumindest die Sysadmins muss der Bund dann schon auf Linux schulen, wenn der Schuss nicht hinten raus gehen soll. Denn erfahrungsgem�ss haben viele auch gute Windows-Profis absolut null Ahnung von Linux, sobald sie die Klickibunti-Oberfl�che verlassen m�ssen. Und das muss man bei Linux immer, wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert. Durch diesen Schulungsgbedarf wird das Einsparungspotential sicher wesentlich niedriger als erhofft. Dasselbe gilt auch, wenn extra Linux-taugliche Hardware angeschafft werden muss (L�ngst nicht jeder Scanner und Drucker hat zu Windows gleichwertige Linux-Treiber) Trotzdem ist es nat�rlich korrekt, bei Ausschreibungen auch OpenSource zu ber�cksichtigen und wenn m�glich zu bevorzugen. Ich w�rde LInux aber auch beim Bund zun�chst vorwiegend auf den Servern anwenden. Dort ist es Windows m.E. klar �berlegen, w�hrend es auf dem Desktop unterm Strich immer noch knapp zur�ckliegt. -stef
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Fri, 29 May 2009 09:38
Date: Fri, 29 May 2009 09:38
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Hello Werner Werner R. Leuenberger schrieb: > Visvanath Ratnaweera schrieb: >> >> Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft >> Erfolg f�r Open-Source-Anbieter >> http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/open_source_microsoft_gericht_1.2640703.html >> [...] >> http://www.sf.tv/sendungen/10vor10/index.php?docid=20090505 (vierter >> Beitrag "Teure Computersoftware f�r Bund") > > M�ssen jetzt dann die Bundesangestellten lernen Kommandozeilen > orientiert zu arbeiten und droht ein R�ckfall so quasi auf Bedienkomfort > von Anno Domini? > > SCNR, Die Ironie habe ich schon verstanden. Trotzdem was f�r die "Bedienung" im Zusammenhang mit einem Beh�rdencomputer: Der Sachbearbeiter bedient weder das Betriebssystem noch Office sondern eind "Fachanwendung" (FA). Zum Beispiel er holt Formular XYZ-007, f�llt aus und schickt an Amtstelle B weiter. Die Software darunter ist die Sache von IT. Das ist so, in Theorie. Wie Windows und Office immer wieder anstelle von FA heran gezogen wird, gehe ich davon aus, dass die FA direkt auf MS- Office aufgesetzt sind, anstatt auf offene Formate. Nach dem Motto "Wenn ich alles im Familienpack von MS kaufe, kann es nicht schief gehen". Das war vermutlich die Wissensgrenze der Entwickler. Genau darauf baut MS sein Imperium. Die Formate hinter Office-Dokumente und andere Kommunikationsprotokolle sind "geheim". Also niemand kann an einer Schnittstelle etwas anderes ansetzen - das wohl bekannte "propriatory lock". Dass der Schweizer Bund so tief in der Tinte sitzen sollte, kaum vorzustellen. VR
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: martin heggli
Date: Fri, 29 May 2009 09:51
Date: Fri, 29 May 2009 09:51
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Stefan Werner schrieb: > Bloss wenn, wie bei mir k�rzlich mal wieder, Ubuntu/Gnome sich partout > weigert, mehr als SVGA (800x600) anzuzeigen oder auch nur im > Controlpanel anzubieten, dann muss man halt doch wieder an XF86Config > manuell rumpfriemeln und tapfer �ber die Warnungen hinwegsehen, dass > Tippfehler den Monitor zerst�ren k�nnten ;-) Jup, wenn dir das bei Windows passiert, kannst nicht mal mehr rumpfriemeln. (Sch�nes Wort!) Dann gibts nur Neuinstallation oder Systemwiederherstellung! Treiberde- und wiederinstallation bringen in den seltesten F�llen den ge- w�nschten Erfolg. Jedenfalls bei mir nicht... "Fr�her" konnte man in solchen F�llen noch an der config.sys rumschrauben oder in den *.ini-Dateien "rumpfriemeln", heute geht alles in den Tiefen der Registry verloren... -- gruesschen, martin mahe at gmx dot net "Wissen h�lt nicht l�nger als Fisch"
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Werner R. Leuenberger
Date: Fri, 29 May 2009 09:51
Date: Fri, 29 May 2009 09:51
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Visvanath Ratnaweera schrieb: > Hello Werner > > Werner R. Leuenberger schrieb: >> Visvanath Ratnaweera schrieb: >>> >>> Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft >>> Erfolg f�r Open-Source-Anbieter >>> http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/open_source_microsoft_gericht_1.2640703.html >>> [...] >>> http://www.sf.tv/sendungen/10vor10/index.php?docid=20090505 (vierter >>> Beitrag "Teure Computersoftware f�r Bund") >> >> M�ssen jetzt dann die Bundesangestellten lernen Kommandozeilen >> orientiert zu arbeiten und droht ein R�ckfall so quasi auf >> Bedienkomfort von Anno Domini? >> >> SCNR, > > Die Ironie habe ich schon verstanden. Trotzdem was f�r die "Bedienung" > im Zusammenhang mit einem Beh�rdencomputer: > > Der Sachbearbeiter bedient weder das Betriebssystem noch Office sondern > eind "Fachanwendung" (FA). Zum Beispiel er holt Formular XYZ-007, f�llt > aus und schickt an Amtstelle B weiter. Die Software darunter ist die > Sache von IT. > > Das ist so, in Theorie. Wie Windows und Office immer wieder anstelle von > FA heran gezogen wird, gehe ich davon aus, dass die FA direkt auf MS- > Office aufgesetzt sind, anstatt auf offene Formate. Nach dem Motto "Wenn > ich alles im Familienpack von MS kaufe, kann es nicht schief gehen". Das > war vermutlich die Wissensgrenze der Entwickler. Genau darauf baut MS > sein Imperium. Die Formate hinter Office-Dokumente und andere > Kommunikationsprotokolle sind "geheim". Also niemand kann an einer > Schnittstelle etwas anderes ansetzen - das wohl bekannte "propriatory > lock". Dass der Schweizer Bund so tief in der Tinte sitzen sollte, kaum > vorzustellen. > > VR Wenn er Recht hat, hat er Recht, der VR +++ Kinder statt Inder! Wo hab ich denn das gelesen? ***
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: martin heggli
Date: Tue, 02 Jun 2009 05:50
Date: Tue, 02 Jun 2009 05:50
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Joerg Lorenz schrieb: > Stellt sich h�chstens noch die Frage, warum dann - und ich bin absolut > Deiner Meinung - die Linuxentwicklung so ausgepr�gt versucht, die > Handhabung von Windows zu imitieren. Mac OSX ist da m.E. konsequenter in > der Anpassung der Software an die Nutzerbed�rfnisse. Das stimmt. Ich denke es ist eine Akzeptanz-Frage. Je �hnlicher etwas ausschaut, desto eher ist man bereit es auszuprobieren, resp. findet man sich zurecht... Menschen sind ja von Natur aus Gewohnheitstiere und reagieren empfindlich auf Ver�nderungen... -- gruesschen, martin mahe at gmx dot net "Wissen h�lt nicht l�nger als Fisch"
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Stefan Heimers
Date: Tue, 02 Jun 2009 14:02
Date: Tue, 02 Jun 2009 14:02
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Werner R. Leuenberger wrote: > Meine ersten Linux Erfahrungen machte ich mit SCO auf 286er. Nein, damit hast Du keine Linux-Erfahrung gemacht. SCO hat das Xenix von Microsoft �bernommen, Deine schlechten Erinnerungen daran verdankst Du also auch Bill Gates, und nicht etwa Linus Torvalds. Stefan
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Willy Lusti
Date: Tue, 02 Jun 2009 16:55
Date: Tue, 02 Jun 2009 16:55
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Stefan Heimers schrieb: > Werner R. Leuenberger wrote: > >> Meine ersten Linux Erfahrungen machte ich mit SCO auf 286er. > > Nein, damit hast Du keine Linux-Erfahrung gemacht. SCO hat das Xenix von > Microsoft �bernommen, Deine schlechten Erinnerungen daran verdankst Du also > auch Bill Gates, und nicht etwa Linus Torvalds. > > > Stefan > Wann soll Gates 'Xenix' Siemens oder IBM abgekauft haben? Willst du hier die Computergeschichte neu schreiben?
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Werner R. Leuenberger
Date: Wed, 03 Jun 2009 11:07
Date: Wed, 03 Jun 2009 11:07
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Stefan Heimers schrieb: > Werner R. Leuenberger wrote: > >> Meine ersten Linux Erfahrungen machte ich mit SCO auf 286er. > > Nein, damit hast Du keine Linux-Erfahrung gemacht. SCO hat das Xenix von > Microsoft �bernommen, Deine schlechten Erinnerungen daran verdankst Du also > auch Bill Gates, und nicht etwa Linus Torvalds. > > > Stefan > Da hast Du recht. Das �ndert jedoch nichts an meiner Kernaussage. Immerhin feiert die SCO dieses Jahr ihr dreissigj�hriges Jubil�um, da war Torvalds gerade Mal zehn j�hrig ;-) F�r Historie interessierte: http://de.wikipedia.org/wiki/Xenix Werner
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Stefan Werner
Date: Wed, 03 Jun 2009 12:53
Date: Wed, 03 Jun 2009 12:53
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martin heggli schrieb: > Stefan Werner schrieb: >> Wie auch immer: Ich mag Linux durchaus. Als Server verwende ich nichts >> anderes. Auf dem Desktop mache ich bei fast jedem SuSE oder >> Ubuntu-Release mal wieder einen Versuch. Bisher gab es aber immer >> irgendwas, was halt nicht ging. > > Was meistens daran lag, dass die Ger�te "windowsspezifische" Treiber > erfordern? Ja, klar. F�r Windows gibts halt die Treiber, f�r Linux nicht oder schlechter oder erst nach aufw�ndigerem Suchen. Egal. Wer den PC aber haupts�chlich hat, um irgendeine andere Arbeit zu machen, als PC-Konfigurationen, der will in erster Linie, dass es einfach l�uft. Und deswegen greift so jemand eher zu welchem System? -> Bingo. Ich denke nicht, dass es irgendjemandem hilft, wenn man so tut, als sei OpenSource fehlerfrei, gratis und perfekt und ClosedSource sei teuer, virenverseucht und absturzfreudig. Da jeder sieht, dass das nicht stimmt, schiesst der OpenSource-Advokat sich mit solchen Behauptungen selber ins Bein. OpenSource ist frei und prinzipiell peer-reviewbar und deswegen im Grundsatz vorzuziehen. Andererseits ist OpenSource aber in vielen konkreten Anwendungsf�llen deutlich teurer - wegen der schlechteren Standardisierung und damit dem h�heren Anpassung- und Schulungsbedarf. Dazu kommt, dass ausser bei den absoluten Mainstream-Produkten OpenSource-Anwendungen eher fehleranf�lliger sind, und man bei Problemen keine Firma als Ansprechpartner hat. Das Peer-Review findet de facto nur bei grossen Projekten statt. Man muss deshalb zumindest im Firmenumfeld recht genau evaluieren, welche Anwendung f�r den gew�nschten Zweck geeignet ist. Das Merkmal "OpenSource" reicht jedenfalls nicht als Entscheidungsgrundlage, sollte aber zumindest mit einbezogen werden, da bin ich ja einverstanden. -stef
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Werner R. Leuenberger
Date: Thu, 04 Jun 2009 09:05
Date: Thu, 04 Jun 2009 09:05
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Stefan Werner schrieb: > martin heggli schrieb: >> Stefan Werner schrieb: > >>> Wie auch immer: Ich mag Linux durchaus. Als Server verwende ich >>> nichts anderes. Auf dem Desktop mache ich bei fast jedem SuSE oder >>> Ubuntu-Release mal wieder einen Versuch. Bisher gab es aber immer >>> irgendwas, was halt nicht ging. >> >> Was meistens daran lag, dass die Ger�te "windowsspezifische" Treiber >> erfordern? > > Ja, klar. F�r Windows gibts halt die Treiber, f�r Linux nicht oder > schlechter oder erst nach aufw�ndigerem Suchen. Egal. Wer den PC aber > haupts�chlich hat, um irgendeine andere Arbeit zu machen, als > PC-Konfigurationen, der will in erster Linie, dass es einfach l�uft. Und > deswegen greift so jemand eher zu welchem System? -> Bingo. > > Ich denke nicht, dass es irgendjemandem hilft, wenn man so tut, als sei > OpenSource fehlerfrei, gratis und perfekt und ClosedSource sei teuer, > virenverseucht und absturzfreudig. > Da jeder sieht, dass das nicht stimmt, schiesst der OpenSource-Advokat > sich mit solchen Behauptungen selber ins Bein. > > OpenSource ist frei und prinzipiell peer-reviewbar und deswegen im > Grundsatz vorzuziehen. Andererseits ist OpenSource aber in vielen > konkreten Anwendungsf�llen deutlich teurer - wegen der schlechteren > Standardisierung und damit dem h�heren Anpassung- und Schulungsbedarf. > Dazu kommt, dass ausser bei den absoluten Mainstream-Produkten > OpenSource-Anwendungen eher fehleranf�lliger sind, und man bei Problemen > keine Firma als Ansprechpartner hat. Das Peer-Review findet de facto nur > bei grossen Projekten statt. > Man muss deshalb zumindest im Firmenumfeld recht genau evaluieren, > welche Anwendung f�r den gew�nschten Zweck geeignet ist. Das Merkmal > "OpenSource" reicht jedenfalls nicht als Entscheidungsgrundlage, sollte > aber zumindest mit einbezogen werden, da bin ich ja einverstanden. > > -stef Dem kann ich mich nur anschliessen. Werner
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Stefan Heimers
Date: Thu, 04 Jun 2009 10:37
Date: Thu, 04 Jun 2009 10:37
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Willy Lusti wrote: > Wann soll Gates 'Xenix' Siemens oder IBM abgekauft haben? s/ab/ver/ Stefan
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Felix Rauch
Date: Thu, 04 Jun 2009 11:11
Date: Thu, 04 Jun 2009 11:11
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Stefan Werner <009wcqf02@sneakemail.com> wrote: [...] > Ja, klar. F?r Windows gibts halt die Treiber, f?r Linux nicht oder > schlechter oder erst nach aufw?ndigerem Suchen. Egal. Man kann sich auch PCs/Laptops/*books besorgen, die grundsaetzlich gute Linux-Unterstuetzung haben. > Wer den PC aber > haupts?chlich hat, um irgendeine andere Arbeit zu machen, als > PC-Konfigurationen, der will in erster Linie, dass es einfach l?uft. Und > deswegen greift so jemand eher zu welchem System? -> Bingo. Du meinst vermutlich Windows. Dass Windows "einfach laeuft" liegt aber in allererster Linie daran, dass es bei einem neuen PC/Laptop/*book bereits in einer lauffaehigen Variante vorinstalliert ist. > Ich denke nicht, dass es irgendjemandem hilft, wenn man so tut, als sei > OpenSource fehlerfrei, gratis und perfekt und ClosedSource sei teuer, > virenverseucht und absturzfreudig. > Da jeder sieht, dass das nicht stimmt, schiesst der OpenSource-Advokat > sich mit solchen Behauptungen selber ins Bein. ACK. > OpenSource ist frei und prinzipiell peer-reviewbar und deswegen im > Grundsatz vorzuziehen. Andererseits ist OpenSource aber in vielen > konkreten Anwendungsf?llen deutlich teurer - wegen der schlechteren > Standardisierung und damit dem h?heren Anpassung- und Schulungsbedarf. Ich dachte eigentlich, dass Open Source Software Standards meistens besser unterstuetzt, es sei denn, Du meinst mit "Standard" etwas wie "Microsoft Office". - Felix -- Felix Rauch, http://www.nice.ch/~felix/ Member of Swiss Internet User Group (SIUG): http://www.siug.ch/ This article contains my personal view only! Use of my addresses for marketing purposes is hereby strictly prohibited according to applicable privacy laws.
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Thu, 04 Jun 2009 13:28
Date: Thu, 04 Jun 2009 13:28
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Hello Stefan Stefan Werner wrote: > martin heggli schrieb: >> Stefan Werner schrieb: > >>> Wie auch immer: Ich mag Linux durchaus. Als Server verwende ich >>> nichts anderes. Auf dem Desktop mache ich bei fast jedem SuSE oder >>> Ubuntu-Release mal wieder einen Versuch. Bisher gab es aber immer >>> irgendwas, was halt nicht ging. "Es geht", "Es geht nicht" ist eine vereinfachte Denkweise. Die anderen Fragen: Was geht nicht? Was geht? Wie weit? Warum nicht weiter? und so weiter. >> Was meistens daran lag, dass die Ger�te "windowsspezifische" Treiber >> erfordern? > > Ja, klar. F�r Windows gibts halt die Treiber, f�r Linux nicht oder > schlechter oder erst nach aufw�ndigerem Suchen. Das ist aber laaange her! Es wird heute gemunkelt, dass das Sorgenkind was Treiber betrifft sei Windows Vista ;-) Na im Ernst. �berlegst's dir mal. "Treiber" in diesem Zusammanhang ist die Schnittstelle zwischen Software und Hardware. Nur Hardware- hersteller k�nnen sie (mit vern�nftiger Aufwand) produzieren. Also, als Linux noch ein Kind war, haben sie sich keine M�he gegeben. Heute ist die Pingu erwachsen (und seine Anh�nger haben bereits graue Haare). Schau im Computerladen, wieviele Linux und OS X Icons du auf Ger�te- Verpackungen findest. Wenn nicht, auf der Homepage der Hersteller. Wenn das auch nicht zutrifft, findet man entweder Treiber vom Dritt- hersteller oder der Hersteller hat den entsprecheden Ruf in Community. Apropos Ruf, tats�chlich gibt es Leute, die _vor_ dem Kauf von Hardware sich �ber ihre Kompatibilit�t informieren. > Egal. Wer den PC aber > haupts�chlich hat, um irgendeine andere Arbeit zu machen, als > PC-Konfigurationen, der will in erster Linie, dass es einfach l�uft. > Und deswegen greift so jemand eher zu welchem System? -> Bingo. Nat�rlich User ist nicht gleich User: "Remember When Men Were Men and Wrote Their Own Device Drivers?" http://www.linuxtoday.com/developer/2007092100426OPHWDV ;-) Und zum urspr�nglichen Thema zur�ck zu kommen: Wir reden nicht vom Hans Fritz, der im Discounthaus den billigsten Drucker gekauft hat und zu Hause versucht den anzuschliessen, sondern von einem grossen staatlichen Organ mit Millionen-Budget f�r IT. Es ist anzunehmen, dass sie _vor_ dem Kauf die Produkte evaluieren, Offerten holen, ... Oder eben auch nicht :-( http://www.digitale-nachhaltigkeit.ch/2009/06/sbb-freihandige-vergabe-microsoft/ und nat�rlich das alte Thema http://www.digitale-nachhaltigkeit.ch/2009/05/pressespiegel-bundesverwaltungsgericht-stoppt-millionen-auftrag-an-microsoft/ > Ich denke nicht, dass es irgendjemandem hilft, wenn man so tut, als sei > OpenSource fehlerfrei, gratis und perfekt und ClosedSource sei teuer, > virenverseucht und absturzfreudig. > Da jeder sieht, dass das nicht stimmt, schiesst der OpenSource-Advokat > sich mit solchen Behauptungen selber ins Bein. Wo hat hier das behauptet? > OpenSource ist frei und prinzipiell peer-reviewbar und deswegen im > Grundsatz vorzuziehen. Andererseits ist OpenSource aber in vielen > konkreten Anwendungsf�llen deutlich teurer - wegen der schlechteren > Standardisierung und damit dem h�heren Anpassung- und Schulungsbedarf. Die Standards, mit denen ich arbeite, waren schon immer "frei" (und zwar lange vor der Frei-Open-Euphorie): http://www.ietf.org/rfc.html http://de.wikipedia.org/wiki/Request_for_Comments > Dazu kommt, dass ausser bei den absoluten Mainstream-Produkten > OpenSource-Anwendungen eher fehleranf�lliger sind, Kannst du das bitte pr�zisieren? > und man bei Problemen > keine Firma als Ansprechpartner hat. Das Peer-Review findet de facto nur > bei grossen Projekten statt. Wenn man ein Produkt einsetzt, macht man automatisch Gedanken da�ber, wer dann es wartet. Es kann eigene IT sein, externe sein oder beide. > Man muss deshalb zumindest im Firmenumfeld recht genau evaluieren, > welche Anwendung f�r den gew�nschten Zweck geeignet ist. Das Merkmal > "OpenSource" reicht jedenfalls nicht als Entscheidungsgrundlage, sollte > aber zumindest mit einbezogen werden, da bin ich ja einverstanden. Nat�rlich soll kein Mensch was ausw�hlen, weil es auf der Verpackung "OpenSource" steht! Und im Firmenumfeld kann auch kein Aussenseiter sagen, was sie machen sollen. Wir reden aber �ber �ffentliche Hand. Die Sache ist dort viel komplexer: Wirtschaflichkeit, kurz- und langfristig, Abh�ngigkeit vom Hersteller, Vertraulichkeit (sind immerhin Staatsakten), langlebigkeit (wer kann dieses 120 j�hrige Word 2.0a Dokument entziffern?), usw. VR -- Your Potential, Our Passion - Microsoft
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Stefan Werner
Date: Fri, 05 Jun 2009 08:33
Date: Fri, 05 Jun 2009 08:33
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Felix Rauch schrieb: > Stefan Werner <009wcqf02@sneakemail.com> wrote: > [...] >> Ja, klar. F?r Windows gibts halt die Treiber, f?r Linux nicht oder >> schlechter oder erst nach aufw?ndigerem Suchen. Egal. > > Man kann sich auch PCs/Laptops/*books besorgen, die grundsaetzlich gute > Linux-Unterstuetzung haben. Das ist richtig. Man kann aber nicht in den Interdiscount gehen und den Laptop kaufen, der grad Aktion ist und einem gef�llt. Man muss aktiv evaluieren und/oder Tests lesen. Und wie man z.B. in der c't lesen kann, n�tzen die Tests nichtmal unbedingt viel, weil die Hersteller innerhalb derselben Modellreihe �fters Komponenten austauschen, ohne das speziell anzuk�ndigen. Also: Wer einen Linux-Laptop will, kann mit ein wenig Aufwand durchaus einen finden. Aber wer "einen Laptop f�r Text und Internet" will, wird vermutlich als erstes, zweites und drittes auf einen Windows-Laptop stossen. Ich habe einen Acer One mit Linpus, inzwischen ist der schon kaum mehr zu bekommen... Die neuen Modelle haben alle Windows XP, obwohl sie immer noch Acer One heissen. Und, ja, es /war/ ein Stress, das G3-Modem daran zum Laufen zu bringen, w�hrend es auf einem Windows-Laptop out of the box funktioniert. >> Wer den PC aber >> haupts?chlich hat, um irgendeine andere Arbeit zu machen, als >> PC-Konfigurationen, der will in erster Linie, dass es einfach l?uft. Und >> deswegen greift so jemand eher zu welchem System? -> Bingo. > > Du meinst vermutlich Windows. Dass Windows "einfach laeuft" liegt aber > in allererster Linie daran, dass es bei einem neuen PC/Laptop/*book > bereits in einer lauffaehigen Variante vorinstalliert ist. Richtig. Deshalb: Was wird Otto Normaluser kaufen? >> OpenSource ist frei und prinzipiell peer-reviewbar und deswegen im >> Grundsatz vorzuziehen. Andererseits ist OpenSource aber in vielen >> konkreten Anwendungsf?llen deutlich teurer - wegen der schlechteren >> Standardisierung und damit dem h?heren Anpassung- und Schulungsbedarf. > > Ich dachte eigentlich, dass Open Source Software Standards meistens > besser unterstuetzt, es sei denn, Du meinst mit "Standard" etwas wie > "Microsoft Office". Mit Standardisierung meine ich hier gleichartige Benutzerschnittstellen. Dateiformate sind nochmal ein anderes Thema, die aber eher nicht zum Schulungsaufwand zu z�hlen sind. Beispiel: Wenn ich bei Debian was �ndern will, muss ich mir irgendeinen dpkg-reconfigure-Befehl merken. Bei SuSE muss ich wissen, dass ich yast dazu brauche. Bei Ubuntu finde ich meistens irgendwo einen Me�punkt "Paketverwaltung". Bei Fedora brauche ich dann yum. Oder auf Anwendungsebene: Vergleich mal Gimp und OpenOffice. Unterschiedliche Bedienungsphilosphien ist da nur der Vorname... Oder meinetwegen auch AbiWord und OPenOffice.org writer. Diese Vielfalt ist nicht per se schlecht, im Gegenteil, so kann sich jeder das aussuchen, was ihm zusagt. Aber aus der Sicht eines Unternehmens bedeutet Vielfalt in erster Linie: Lern- und Schulungsaufwand. Kommerzielle Software unter Windows und noch viel mehr beim Mac ist da viel st�rker vereinheitlicht (<=> standardisiert) -stef
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Stefan Werner
Date: Fri, 05 Jun 2009 10:17
Date: Fri, 05 Jun 2009 10:17
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Visvanath Ratnaweera schrieb: > Stefan Werner wrote: >>>> nichts anderes. Auf dem Desktop mache ich bei fast jedem SuSE oder >>>> Ubuntu-Release mal wieder einen Versuch. Bisher gab es aber immer >>>> irgendwas, was halt nicht ging. > > "Es geht", "Es geht nicht" ist eine vereinfachte Denkweise. Die > anderen Fragen: Was geht nicht? Was geht? Wie weit? Warum nicht > weiter? und so weiter. Das ist richtig. Bloss: Wer den PC als Werkzeug benutzt, neigt zur vereinfachten Denkweise. �hnlich wie beim Auto: Es hat einfach zu laufen. Die genauen Details, warum die Z�ndkerze nicht funkt sind mir egal, wenn ich lediglich von A nach B fahren will. Und wenn das Fahrzeug von Hersteller A halt einfach aus irgendwelchen meinetwegen nachvollziehbaren und mit ein wenig M�he und Internet-Recherchen auch behebbaren Gr�nden bei bestimmten Witterungsverh�ltnissen nicht anspringt, dann nehme ich im Zweifelsfall eher das Fahrzeug vom Hersteller B, das diese Marotte nicht hat. Wie gesagt, ich bin ja nicht PC-feindlich und schon gar nicht Linux-feindlich. Aber wenn auch jemand wie ich bei ganz normaler Alltagsarbeit dar�ber stolpert, dass etwas beim Linux PC nicht oder erst nach gr�sserer Anstrengung geht, dann ist dieses Problem bei jemandem, der PC's gegen�ber eher distanziert oder �ngstlich ist, mit Sicherheit noch gr�sser. >>> Was meistens daran lag, dass die Ger�te "windowsspezifische" Treiber >>> erfordern? >> Ja, klar. F�r Windows gibts halt die Treiber, f�r Linux nicht oder >> schlechter oder erst nach aufw�ndigerem Suchen. > > Das ist aber laaange her! Es wird heute gemunkelt, dass das Sorgenkind > was Treiber betrifft sei Windows Vista ;-) Aktuelle Beispiele: - Seiko slp 100 LabelPrinter: Unter Windows einstecken, einschalten, rattert ein wenig rum, emldet "Treiber installiert", fertig. Unter Ubuntu 8.10: Im Internet nach einem Treiber suchen, dann: Druckt zwar, ber�cksichtigt aber nicht die Etikettengr�sse und l�sst sich nicht auf Querformat umschalten. - Dymo LabelWriter 400: Unter Vista gleich wie oben, unter Ubuntu: Wird ebenfalls sofort erkannt, allerdings als anderes Modell, aber auf die Etikette kommt immer nur die H�lfte des Ausdrucks, Die tats�chliche Etikettengr�sse l�sst sich im Treiber nicht einstellen. Ich denke, man k�nnte das wahrscheinlich irgendwie reparieren, aber die Tatsache, dass es m�hsamer, zeitaufw�ndiger und damit f�r ein Unternehmen teurer ist als unter Vista, kann man nicht wegdiskutieren. > Apropos Ruf, tats�chlich gibt es Leute, die _vor_ dem Kauf von > Hardware sich �ber ihre Kompatibilit�t informieren. Richtig, das muss man tun, wenn Linux-Kompatibilit�t erste Priorit�t hat. Bei mir sind die Priorit�ten anders: Ein Labeldrucker z.B. muss schnell und korrekt die Etiketten ausdrucken k�nnen, die ich brauche, das ist zugegeben eine andere Priorit�tssetzung, die aber im Gesch�ftsumfeld nicht ganz ungew�hnlich ist. > > >> Egal. Wer den PC aber >> haupts�chlich hat, um irgendeine andere Arbeit zu machen, als >> PC-Konfigurationen, der will in erster Linie, dass es einfach l�uft. >> Und deswegen greift so jemand eher zu welchem System? -> Bingo. > > Nat�rlich User ist nicht gleich User: > "Remember When Men Were Men and Wrote Their Own Device Drivers?" > http://www.linuxtoday.com/developer/2007092100426OPHWDV > ;-) Ja, ich habe auch mal einen Treiber f�r den C64 geschrieben, um meine Typenradschreibmaschine anzuschliessen. Das war lehhreich, aber auch sehr zeitaufw�ndig, Als Student hatte ich genug Zeit und Lust f�r sowas, heute habe ich nichtmal mehr genug Zeit/Lust, ein paar Stunden im Internet nach dem Treiber zu suchen und die vielversprechendsten Kandidaten auszuprobieren. Such is life. > Und zum urspr�nglichen Thema zur�ck zu kommen: Wir reden nicht vom > Hans Fritz, der im Discounthaus den billigsten Drucker gekauft hat > und zu Hause versucht den anzuschliessen, sondern von einem grossen > staatlichen Organ mit Millionen-Budget f�r IT. Es ist anzunehmen, > dass sie _vor_ dem Kauf die Produkte evaluieren, Offerten holen, ... Du hast im Prinzip recht. Aber, wie gesagt, ich gehe davon aus, dass die Profis, die die IT dieses staatlichen Organs leiten, sich bestens mit Windows, aber kaum mit Linux auskennen. Zur Evaluation geh�rt deswegen auch die Absch�tzung des Schulungsaufwands nicht nur f�r die Anwender, sondern auch f�r die IT-Leute. Alles andere w�re keine seri�se Evaluation. Wie gesagt, ich gebe Dir v�llig Recht, dass man OpenSource mit evaluieren sollte, und ich finde es auch v�llig ok, dass man jetzt einen Aufstand gemacht hat. Ich relativiere nur ein wenig die Unterstellung, die seien alle allein schion deshalb inkompetent, weil sie Microsoft Anwendungen bevorzugt haben. >> Ich denke nicht, dass es irgendjemandem hilft, wenn man so tut, als sei >> OpenSource fehlerfrei, gratis und perfekt und ClosedSource sei teuer, >> virenverseucht und absturzfreudig. >> Da jeder sieht, dass das nicht stimmt, schiesst der OpenSource-Advokat >> sich mit solchen Behauptungen selber ins Bein. > > Wo hat hier das behauptet? In diesem Thread niemand. Ich ziehe das Argument zur�ck. > Die Standards, mit denen ich arbeite, waren schon immer "frei" (und > zwar lange vor der Frei-Open-Euphorie): > http://www.ietf.org/rfc.html > http://de.wikipedia.org/wiki/Request_for_Comments Das ist richtig. Der Vorteil der amerikanischen Sitte, von Regierung und Universit�ten bezahlte Entwicklungen grunds�tzlich gemeinfrei zu machen, ausser bei Geheimhaltung. > >> Dazu kommt, dass ausser bei den absoluten Mainstream-Produkten >> OpenSource-Anwendungen eher fehleranf�lliger sind, > > Kannst du das bitte pr�zisieren? Ein OpenSource-Produkt ausserhalb des Mainstreams wird selten reviewed. Den Quellcode kennen die Entwickler, sonst eigentlich niemand. Hand aufs Herz: Wie oft hast Du schon den Quelltext der von Dir genutzen OpenSource-Programme genau analysiert? Bei kleineren Projekten werden h�ufig auch coding-standards nicht eingehalten und die Dokumentation des Codes ist sp�rlich, so dass es auch schwierig ist, den Code zu analysieren. Manchmal gilt das auch bei grossen Projekten. Wenn Du das nichts glaubst, dann versuch mal den Code der Java-Schnittstelle von OpenOffice zu verstehen (Officebean). Sogar mit den dazugeh�rigen Beispielen ist das nicht leicht, weil die Beispiele selber massenhaft @deprecated Methoden verwenden und man am Schluss nicht mehr weiss, welche Methoden �berhaupt stabil sind. Das heisstm wir haben also ein Produkt, das von ein, zwei bis einer Hand voll Leuten in der Freizeit entwickelt wird. Und genau das merkt man auch. Man findet f�r jede beliebige Aufgabe OpenSource Programme, aber wenn man den Pfad des Mainstream verl�sst, dann sind �ber den Daumen gepeilt 80% davon fehlerbehaftet oder nicht ihrer eigenen Spezifikation entsprechend, dass sie nicht oder nicht oft korrekt ablaufen. Das heisst, man muss oft mehrere durchprobieren, bis man eins findet, das die Aufgabe wunschgem�ss erledigen kann. Das ist keine Geringsch�tzung der Arbeit der Programmierer, aber es ist f�r eine Firma ebenfalls wieder ein Kostenfaktor: Evaluation kostet Zeit und Geld. > >> und man bei Problemen >> keine Firma als Ansprechpartner hat. Das Peer-Review findet de facto nur >> bei grossen Projekten statt. > > Wenn man ein Produkt einsetzt, macht man automatisch Gedanken da�ber, > wer dann es wartet. Es kann eigene IT sein, externe sein oder beide. Genau. Und diesen "jemand" muss man entweder finden oder selber ausbilden. > Wir reden aber �ber �ffentliche Hand. Die Sache ist dort viel komplexer: > Wirtschaflichkeit, kurz- und langfristig, Abh�ngigkeit vom Hersteller, > Vertraulichkeit (sind immerhin Staatsakten), langlebigkeit (wer kann > dieses 120 j�hrige Word 2.0a Dokument entziffern?), usw. Das ist korrekt. Allerdings ist es auch nicht ganz sicher, dass man in 120 Jahren noch OpenDocument entziffern k�nnen wird. PDF/a ist eher ein sicherer Wert, aber auch darauf w�rde ich nicht allzuviel verwetten. Vermutlich kann man in 120 Jahren die Datentr�ger nicht mehr lesen, auf denen die Dokumente gespeichert sind, so dass das Format dann sowieso egal ist. Mit anderen Worten: Diese �berlegung ist zwar korrekt, spielt aber keine grosse Rolle. Wenn man ehraltungsw�rdige Dokumente sowieso alle paar Jahrzehnte auf aktuelle Medien transferieren muss, kann man sie auch gleich in dann aktuelle Formate transcodieren oder komplette geeignete Lese-Appliances mit einmotten. -stef
Linux Netbooks (war Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft)
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Fri, 05 Jun 2009 10:39
Date: Fri, 05 Jun 2009 10:39
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Hello Stefan Stefan Werner wrote: > > Ich habe einen Acer One mit Linpus, inzwischen ist der schon kaum mehr > zu bekommen... Die neuen Modelle haben alle Windows XP, obwohl sie immer > noch Acer One heissen. In Winterthur verkauft Interdiscount gerade Acer One mit 1 GB RAM und 160 GB HD f�r ca. Fr. 350.- mit Linpus Linux. Auch M-Electronics f�hrt das Modell. > Und, ja, es /war/ ein Stress, das G3-Modem daran > zum Laufen zu bringen, w�hrend es auf einem Windows-Laptop out of the > box funktioniert. Ich tippe gerade auch auf einem Acer One, sehe aber kein eingebautes Modem. Linpus Linux war mir nicht sympatisch. Ich habe meinen �blichen (Desktop)Distro ArchLinux dort installiert. Ging problemlos, genau wie hier beschrieben: http://wiki.archlinux.org/index.php/Acer_Aspire_One F�r Debian und Ubuntu gibt's auch gute Anleitungen: https://help.ubuntu.com/community/AspireOne http://wiki.debian.org/DebianAcerOne Einziger Nachteil, spiegelnder Display. In dieser Preislage ist das �blich, habe ich den Eindruck. Gruss VR
Re: Linux Netbooks (war Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft)
Author: Stefan Werner
Date: Fri, 05 Jun 2009 11:01
Date: Fri, 05 Jun 2009 11:01
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Visvanath Ratnaweera schrieb: > Hello Stefan > > Stefan Werner wrote: >> >> Ich habe einen Acer One mit Linpus, inzwischen ist der schon kaum mehr >> zu bekommen... Die neuen Modelle haben alle Windows XP, obwohl sie >> immer noch Acer One heissen. > > In Winterthur verkauft Interdiscount gerade Acer One mit 1 GB RAM und > 160 GB HD f�r ca. Fr. 350.- mit Linpus Linux. Auch M-Electronics f�hrt > das Modell. Ok, dann hat Acer offenbar wieder nachgeliefert. Finde ich ok. > >> Und, ja, es /war/ ein Stress, das G3-Modem daran zum Laufen zu >> bringen, w�hrend es auf einem Windows-Laptop out of the box funktioniert. > > Ich tippe gerade auch auf einem Acer One, sehe aber kein eingebautes > Modem. Deswegen hatte ich ja auch M�he, es zum Laufen zu bringen. Ich verwende ein am USB-Port angeschlossenes Huawei E220. > > Linpus Linux war mir nicht sympatisch. Ich habe meinen �blichen > (Desktop)Distro ArchLinux dort installiert. Ging problemlos, genau > wie hier beschrieben: http://wiki.archlinux.org/index.php/Acer_Aspire_One Und, funktioniert die Kamera, der Hibernate-Modus beim Deckelschliessen, die SD-Expansion und der Schalter f�r die WLAN-Antenne? Ich hab am Anfang mit Ubuntu netook remix experimentiert, aber irgendwas ging immer nicht. So habe ich am Schluss wieder Linpus installiert und inzwischen geht ja sogar das Modem und ich habe mich dran gew�hnt. Installations- und Konfigurationsaufwand f�r den Acer: >10Std. Privat kann ich mir das leisten, aber gesch�ftlich nicht. 10 Stunden entsprechen einem Verdienstausfall von 1200.- bis 1800.-, womit der Acer auf eine TCO von �ber 2000.- kommt. Zuviel f�r ein Mini-Netbook. Das kann man nur unter "Hobby" vern�nftig verbuchen ;-) > Einziger Nachteil, spiegelnder Display. In dieser Preislage ist das > �blich, habe ich den Eindruck. Naja, solange die Sonne nicht allzu stark scheint, findet man immer einen Winkel der geht. Daf�r ist das Display gestochen scharf. Ein mattes Display in dieser Gr�sse k�nnte man m�glicherweise nicht mehr so gut ablesen, weil die Mattierung etwas Sch�rfe kostet. -stef
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Patrick Kormann
Date: Fri, 05 Jun 2009 13:04
Date: Fri, 05 Jun 2009 13:04
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Visvanath Ratnaweera schrieb: > Schau im Computerladen, wieviele Linux und OS X Icons du auf Ger�te- > Verpackungen findest. Wenn nicht, auf der Homepage der Hersteller. Naja, solange da im Linux Kernel dauernd alles �ber den Haufen geworfen wird und sich oftmals ein Modul f�r Kernel x.x.1 nicht mehr in x.x.2 installieren l�sst, ist das wenig hilfreich.
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Felix Rauch
Date: Fri, 05 Jun 2009 13:20
Date: Fri, 05 Jun 2009 13:20
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Stefan Werner <009wcqf02@sneakemail.com> wrote: > Felix Rauch schrieb: [...] > >> Wer den PC aber > >> haupts?chlich hat, um irgendeine andere Arbeit zu machen, als > >> PC-Konfigurationen, der will in erster Linie, dass es einfach l?uft. Und > >> deswegen greift so jemand eher zu welchem System? -> Bingo. > > > > Du meinst vermutlich Windows. Dass Windows "einfach laeuft" liegt aber > > in allererster Linie daran, dass es bei einem neuen PC/Laptop/*book > > bereits in einer lauffaehigen Variante vorinstalliert ist. > Richtig. Deshalb: Was wird Otto Normaluser kaufen? Die Windows-Buechse vermutlich. Was aber nichts mit Windows zu tun hat, sondern damit, dass er eine Maschine bekommt, die er zu Hause einschalten kann und sie laeuft. Genau wie Du sagst: Es muss einfach tun. Waere das Linux vorinstalliert, waere das aber genau das gleiche. Nun geht's in diesem Thread aber um Maschinen und Software fuer den Bund. Dort muss kein Benutzer irgend etwas installieren, sondern es gibt eine IT-Abteilung, die das macht. Da spielt es nicht mehr so sehr eine Rolle, was installiert wird, da das nur einmal gemacht werden muss. Fuer die Benutzer funktioniert es so oder so. - Felix -- Felix Rauch, http://www.nice.ch/~felix/ Member of Swiss Internet User Group (SIUG): http://www.siug.ch/ This article contains my personal view only! Use of my addresses for marketing purposes is hereby strictly prohibited according to applicable privacy laws.
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Stefan Werner
Date: Fri, 05 Jun 2009 15:27
Date: Fri, 05 Jun 2009 15:27
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Felix Rauch schrieb: > Stefan Werner <009wcqf02@sneakemail.com> wrote: >> Richtig. Deshalb: Was wird Otto Normaluser kaufen? > > Die Windows-Buechse vermutlich. Was aber nichts mit Windows zu tun hat, > sondern damit, dass er eine Maschine bekommt, die er zu Hause einschalten > kann und sie laeuft. Genau wie Du sagst: Es muss einfach tun. Waere das > Linux vorinstalliert, waere das aber genau das gleiche. > > Nun geht's in diesem Thread aber um Maschinen und Software fuer den Bund. > Dort muss kein Benutzer irgend etwas installieren, sondern es gibt > eine IT-Abteilung, die das macht. Da spielt es nicht mehr so sehr eine > Rolle, was installiert wird, da das nur einmal gemacht werden muss. > Fuer die Benutzer funktioniert es so oder so. Stimmt, zugegeben. Bleibt der Schulungsaufwand f�r die IT-Abteilung und ggf. die Anwendungsprogramme. -stef
Re: Linux Netbooks (war Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft)
Author: Willy Lusti
Date: Fri, 05 Jun 2009 18:44
Date: Fri, 05 Jun 2009 18:44
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Visvanath Ratnaweera schrieb: > Hello Stefan > > Stefan Werner wrote: >> >> Ich habe einen Acer One mit Linpus, inzwischen ist der schon kaum mehr >> zu bekommen... Die neuen Modelle haben alle Windows XP, obwohl sie >> immer noch Acer One heissen. > > In Winterthur verkauft Interdiscount gerade Acer One mit 1 GB RAM und > 160 GB HD f�r ca. Fr. 350.- mit Linpus Linux. Auch M-Electronics f�hrt > das Modell. > >> Und, ja, es /war/ ein Stress, das G3-Modem daran zum Laufen zu >> bringen, w�hrend es auf einem Windows-Laptop out of the box funktioniert. > > Ich tippe gerade auch auf einem Acer One, sehe aber kein eingebautes > Modem. > > Linpus Linux war mir nicht sympatisch. Ich habe meinen �blichen > (Desktop)Distro ArchLinux dort installiert. Ging problemlos, genau > wie hier beschrieben: http://wiki.archlinux.org/index.php/Acer_Aspire_One > > F�r Debian und Ubuntu gibt's auch gute Anleitungen: > https://help.ubuntu.com/community/AspireOne > http://wiki.debian.org/DebianAcerOne Du kennst aber schon noch den Unterschied zwischen Gut und Brauch- Anwend- bar? Ich denk der geht in deinem Wunschdenken aber total gewaltig unter! Iss ja sch�n wenn man an was glauben will. Ich hoff die endtherapierten Therapapeutinnen bringen wenigstens noch was brauchbar Geistiges mit. > > Einziger Nachteil, spiegelnder Display. In dieser Preislage ist das > �blich, habe ich den Eindruck. > > Gruss > VR
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Willy Lusti
Date: Fri, 05 Jun 2009 18:59
Date: Fri, 05 Jun 2009 18:59
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Visvanath Ratnaweera VR ein Rufer in der W�ste? ja es braucht solche! aber objektiv bitte mit Urteilsverm�gen auch f�r die Realit�t. Visvanath das ist nichts gegen dich sondern was f�r dich. Willy
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Fri, 05 Jun 2009 20:44
Date: Fri, 05 Jun 2009 20:44
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Hello Willy Willy Lusti wrote: > Visvanath Ratnaweera > VR > ein Rufer in der W�ste? Was ist hier ausgetrocknet? :-) Sorry, hier ist ch.comp.os.linux. Wenn das Thema dir nicht gef�llt, brauchst du die Newsgruppe nicht zu lesen. VR
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Willy Lusti
Date: Sat, 06 Jun 2009 01:37
Date: Sat, 06 Jun 2009 01:37
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Visvanath Ratnaweera schrieb: > Hello Willy > > Willy Lusti wrote: >> Visvanath Ratnaweera >> VR >> ein Rufer in der W�ste? > > Was ist hier ausgetrocknet? Wenn, dein Verh�ltnis zur Realit�t? ;-) > :-) > > Sorry, hier ist ch.comp.os.linux. Ja! eben! Wenn das Thema dir nicht > gef�llt, brauchst du die Newsgruppe nicht zu lesen. Wenn du sachliche, fachliche Argumente hast f�r die Gruppe hier darfst du gern weiterhin hier posten. Bisher hab ich hier von dir nur Werbung von dir gelesen. Wirklich sachliches auf das wart ich noch. > > VR Willy
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Willy Lusti
Date: Sat, 06 Jun 2009 02:23
Date: Sat, 06 Jun 2009 02:23
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Auch um diese Zeit kann ich noch sachlicher sein. H�tt ich den Auftrag 4000 Compis einer Bundesverwaltung zu erneueren. W�rst du wohl kaum mit im Team. Weil ich denk das du nicht reif bist, da auch nur im geringsten gescheit mitreden zu k�nnen geschweige denn fachlich was beitragen zu k�nnen, ausser ich br�uchte da nen Rufer Geld f�r iegendwelche Seminare f�r M�chtegernk�nner zu verprassen. Von dir hab ich noch keinen wirklichen fachlichen Beitrag hier lesen k�nnnen. Und ich denk der ist in den n�chsten Jahren auch noch nicht zu erwarten. Ich kann mir schwerlichst vorstellen, dass du eine Antwort liefern k�nntest zu Rollout Problemen wenn es drum ginge dass da 'diese Software' Radius Authentifikationen braucht und 4 weitere diese und jene NIS-Server voraus setzen da dies so durch das jahrelang erarbeitete Sicherheitskonzept f�r die n�chsten Jahre so gegeben ist. Auch allein schon bez�glich gleichzeitiger DB2- und Oracle- Datenbank Anbindungen unter Unix w�rd ich aufgrund deiner Postings hier kaum eine Antwort von dir erwarten. Ich nehm noch nicht mal an, dass du mehr als das Wort 'Migration' kennst. Wenn wohl eher aus der Sozialpolitik. Deinen Postings nach aber kaum aus dem IT Bereich. Falls doch, bist du hier bisher ein Meister der /Tarnung/.
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Willy Lusti
Date: Sat, 06 Jun 2009 02:45
Date: Sat, 06 Jun 2009 02:45
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Ich geb dir eine Chance zu gl�nzen. mit einer /einfache Aufgabe/ . Da du ja *so* f�r OpenSource und (L)inux werben und dich als Profi profilieren magst. Wie w�rdest du es angehen? die noch verbleibenden Datapoint RS2 Server der Handelsregister�mter zu migrieren inklusive der Clients? gem�ss heutigen Sicherheitsstandards und unter Ber�cksichtigung der heutigen Datenschutz und Industriespionage Vorkehrungen? Erstes Projektvolumen CHF 640 Mio.
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Willy Lusti
Date: Sat, 06 Jun 2009 03:09
Date: Sat, 06 Jun 2009 03:09
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Oder was einfacheres, aktuelleres... Da sind 44 Synology RS-407 Server in einem Cluster wie l�sen wir das Problem der Anforderungen der Mio-teuren einzelnen Software L�sungen an verschiedene Perl Versionen?
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Stefan Werner
Date: Sat, 06 Jun 2009 04:58
Date: Sat, 06 Jun 2009 04:58
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Willy Lusti schrieb: > Oder was einfacheres, aktuelleres... > wie l�sen wir das Problem > der Anforderungen der Mio-teuren > einzelnen Software L�sungen > an verschiedene Perl Versionen? Das ist tats�chlich einfach: Perl ist gut standardisiert. Ein Perl5-Script, das unter AIX l�uft, l�uft genausogut unter Windows, Linux oder Solaris. (Solange es nicht auf exklusive Betriebssystem- oder Hardwarespezialit�ten zur�ckgreift, lat�rnich). Oder hast Du andere Erfahrungen? -stef
Re: Linux Netbooks (war Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft)
Author: Stefan Werner
Date: Sat, 06 Jun 2009 05:04
Date: Sat, 06 Jun 2009 05:04
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Stefan Werner schrieb: > Visvanath Ratnaweera schrieb: >> Linpus Linux war mir nicht sympatisch. Ich habe meinen �blichen >> (Desktop)Distro ArchLinux dort installiert. Ging problemlos, genau >> wie hier beschrieben: http://wiki.archlinux.org/index.php/Acer_Aspire_One Ich muss/darf mich korrigieren: Habe aufgrund Deines Postings gestern nochmal einen Versuch mit Ubuntu Netbook Remix (UMR 9.04) gemacht, und tats�chlich: Das l�uft super und sieht toll aus auf dem Acer One. Ubuntu verwendet beim UMR standardm�ssig keinen Desktop mehr, sondern ein grosses Bildschirmmen�, was besser zum kleinen Screen des Netbooks passt. Ist wirklich gut gelungen, und seit der Version 9.04 geht fast alles auf dem Acer: Hibernate, Wlan, UMTS-Modem, Kamera, alles out of the box. Bloss zwei Sachen gehen noch nicht: Das L�mpchen im wlan-Schalter geht nicht (leicht verschmerzbar), und SD-Karten werden nur erkannt, wenn sie schon beim Booten drin waren (etwas schwerer verschmerzbar). Damit ist die TCO des Acer nochmal um 5 Arbeitsstunden angestiegen, aber der Spassfaktor stieg in gleichem Mass :-) -stef
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Joerg Lorenz
Date: Sat, 06 Jun 2009 06:14
Date: Sat, 06 Jun 2009 06:14
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Felix Rauch schrieb: > Nun geht's in diesem Thread aber um Maschinen und Software fuer den Bund. > Dort muss kein Benutzer irgend etwas installieren, sondern es gibt > eine IT-Abteilung, die das macht. Da spielt es nicht mehr so sehr eine > Rolle, was installiert wird, da das nur einmal gemacht werden muss. > Fuer die Benutzer funktioniert es so oder so. Und was machen die Leute, wenn sie sich privat einen Computer kaufen? Sie kaufen doch i.d.R. das was sie vom Gesch�ft kennen, um den Umstellungsaufwand m�glichst gering zu halten. Warum geben die meisten Leute f�r ein MS Office mit Outlook so viel Geld aus? Genau deswegen. Sonst w�rden sie doch OO und TB oder SM nehmen, was das jeweilige Open Source-Aequivalent ist. Mit diesem �konomisch rationalen Vorgehen ist das "funktioniert so oder so" auch zu Hause (fast) gew�hrleistet. Die Inbetriebnahme des OS (Windows oder Mac OSX) und die Installation von Office schafft heute wirklich jeder. Ich bin auch aufgrund der Erfahrungen in meiner Umgebung der Auffassung, dass es Open Source-Software und ganz besonders Linux deshalb wohl immer schwer haben werden, den Massenmarkt zu erobern. Die einzige OS-Software, die es wirklich geschafft hat, ist m.E. der Firefox: Doppelklicken, installieren, l�uft. > > - Felix J�rg -- http://www.albasani.net/index.html.de Ein freier und kostenloser Server f�r Usenet/NetNews (NNTP)
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Joerg Lorenz
Date: Sat, 06 Jun 2009 06:16
Date: Sat, 06 Jun 2009 06:16
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Patrick Kormann schrieb: > Visvanath Ratnaweera schrieb: > >> Schau im Computerladen, wieviele Linux und OS X Icons du auf Ger�te- >> Verpackungen findest. Wenn nicht, auf der Homepage der Hersteller. > > Naja, solange da im Linux Kernel dauernd alles �ber den Haufen geworfen > wird und sich oftmals ein Modul f�r Kernel x.x.1 nicht mehr in x.x.2 > installieren l�sst, ist das wenig hilfreich. Diese bittere Erfahrung hat mich ganz genau wieder von Linux als Haupt-OS weggebracht. Mit WLAN bei einem Kernel-Wechsel in Ubuntu erlebt. Welche Version es war, weiss ich nicht mehr. -- http://www.albasani.net/index.html.de Ein freier und kostenloser Server f�r Usenet/NetNews (NNTP)
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Willy Lusti
Date: Sat, 06 Jun 2009 10:50
Date: Sat, 06 Jun 2009 10:50
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Stefan Werner schrieb: > Willy Lusti schrieb: >> Oder was einfacheres, aktuelleres... > >> wie l�sen wir das Problem >> der Anforderungen der Mio-teuren >> einzelnen Software L�sungen >> an verschiedene Perl Versionen? > > Das ist tats�chlich einfach: Perl ist gut standardisiert. Ein > Perl5-Script, das unter AIX l�uft, l�uft genausogut unter Windows, Linux > oder Solaris. (Solange es nicht auf exklusive Betriebssystem- oder > Hardwarespezialit�ten zur�ckgreift, lat�rnich). Oder hast Du andere > Erfahrungen? > > -stef Perl an sich ist nicht das Problem. Das ist sehr problemlos. Es geht um Applikationen die auf den Cluster Servern verschiedene Versionen von Perl voraussetzen.
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Theo Schmidt
Date: Sat, 06 Jun 2009 12:14
Date: Sat, 06 Jun 2009 12:14
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Stefan Werner schrieb: ... > Es ist klar, dass Microsoft -ebensowenig wie Novartis oder die UBS- mit > Samthandschuhen agiert, sondern auf Profit aus ist. Trotzdem: Die > wenigsten Windows-User mussten bestochen oder erpresst werden, um > Windows zu benutzen... Ich denke es gibt mehrere Effekte. 1) Ein "normaler" User merkt kaum etwas von Linux und nur sehr beschränkt von FOSS allgemein, weil die normalen PC-Händler PCs mit vorinstalliertem Windows (oder Macintosh) verkaufen. Nur die allerwenigsten Händler bieten FOSS/Linux an, und dann meistens nur auf Anfrage. Einerseits kennen es viele Händler selber nicht, und andererseits scheuen sie sich ein weiteres OS zu supporten. 2) Microsoft, Apple und weitere grosse Firmen machen viel Werbung, FOSS-Firmen kaum. Firmen wie IBM, HP und Dell, welche sich durchaus für Linux/FOSS einsetzen und Geräte dafür verkaufen, werben trotzdem viel häufiger mit "XY empfiehlt Windows XY". Warum? Weil AFAIK Microsoft für diese Werbung zahlt. Echte Linux-Firmen wie Redhat oder früher SuSE mach(t)en schon Werbung nach ihren Möglichkeiten, aber es ist natürlich viel weniger. Und dann kommen die ganzen Verträge, welche Händlern beschränken, welche Software sie auf oder mit einem Windows oder Mac-System installieren. Ich habe jedenfalls noch nie ein mit gängiger FOSS komplett ausgestatteten Windows-PC zu kaufen gesehen, wie das bei einem Linux-PC üblich ist. 3) Microsoft, Apple und weitere grosse Firmen machen viel und geschicktes Marketing bei den Entscheidungträgern. Selbstverständlich, dass sich Bill Gates am WEF mit Bundespräsdident Merz und anderen Staatschefs trifft. Bill Gates ist hat wohl seine Schwächen, ist aber vermutlich der netteste reichste Mann der Welt, den man sich vorstellen kann. Wer denkt da böses, wenn nachher die Länder Grossaufträge an Microsoft vergeben? Microsoft hat auch sehr freundliche Marketing-Mitarbeiter, welche Politiker und Verwalter zum Essen einladen oder sogar auf Reisli in die USA. Das ist nicht verboten, ist nicht wirklich Bestechung, aber man könnte schon von "Korruption light" sprechen. 4) In den meisten Schulen lehren die Kinder heutzutage fast nur mit proprietärer SW umzugehen. Weder die Lehrer, Gemeinden, noch Erziehungsdirektoren haben eine grosse Ahnung von etwas anderem. Versuchen einzelne aus der Falle auszubrechen, scheitern sie meistens zuerst an der Mehrheit ihrer Kollegen, oder bei Grossaufträgen an der Marketingmaschinerie z.B. von Microsoft, die sehr gut weiss, wenn ein zusätzlicher Effort nötig ist. 5) "Monokultur"-Systeme wie Windows und früher MacOS sind leichter vermittelbar, da fast alles zueinander passt und funktioniert. Die grosse Vielfalt der freien Software macht vielen Angst. 6) Mit Scheinlösungen wie das wohl absichtlich verwirrlich benannte "Office Open XML" Format streut Microsoft Sand in die Augen und teilt auch gekonnt die Open Source Befürworter. Wenn nötig gibt's auch ein Prozess, z.B. gegen TomTom, der in seinen Navigationsgeräten Linux mit dem Dateisystem FAT einsetzt. Trotzdem richtet siche der Vorwurf nicht gegen Microsoft (oder Novartis,UBS, etc. wie du schreibst) sondern gegen die Vertreter der öffentlichen Hand, also die Regierungen, Verwaltungen und Parlamente, welche ihre Kunden - die Öffentlichkeit - regelrecht verraten, wenn sie diesen Firmen zu sehr auf den Leim gehen. Ich staune wie geduldig diese Öffentlichkeit ist. Neben 60 Milliarden oder so Steuergelder an die Banken regt sich natürlich niemand wegen ein paar Millionen für unnötige Software Lizenzen auf. Dann gibt es als weitere Kraft Presse und Medien, welche gemäss dem "David und Goliath" Effekt meistens wohlwollend über Linux und FOSS berichten. Aber es ist halt ein Off-Topic und somit wird sehr wenig geschrieben. Als letzter Ausweg bleibt die Justiz, um zu prüfen, was von den obigen Machenschaften legal und was illegal ist. Deshalb die Klage und die vorläufige superprovisorische Verfügung. Theo Schmidt
Re: Linux Netbooks (war Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft)
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Sun, 07 Jun 2009 19:26
Date: Sun, 07 Jun 2009 19:26
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Hello Stefan Stefan Werner wrote: > > Ich muss/darf mich korrigieren: Habe aufgrund Deines Postings gestern > nochmal einen Versuch mit Ubuntu Netbook Remix (UMR 9.04) gemacht, und > tats�chlich: Das l�uft super und sieht toll aus auf dem Acer One. Ubuntu > verwendet beim UMR standardm�ssig keinen Desktop mehr, sondern ein > grosses Bildschirmmen�, was besser zum kleinen Screen des Netbooks > passt. Ist wirklich gut gelungen, und seit der Version 9.04 geht fast > alles auf dem Acer: Hibernate, Wlan, UMTS-Modem, Kamera, alles out of > the box. Bloss zwei Sachen gehen noch nicht: Das L�mpchen im > wlan-Schalter geht nicht (leicht verschmerzbar), und SD-Karten werden > nur erkannt, wenn sie schon beim Booten drin waren (etwas schwerer > verschmerzbar). Ich bin froh, dass du es selber l�sen konntest. Bei mit geht's lange bis ich alle Ecken geschliffen habe, weil ich die Themen nach Bedarf anpacke. D.h. manche Dinge konfiguriere ich nie. Hast du standard UNR genommen, wie hier beschrieben? http://www.canonical.com/projects/ubuntu/unr Ich soll's mal auch probieren, eine Partition habe ich extra f�r Test- zwecke reserviert. �brigens, hat jemand UNR auf EeePC 4G, Celeron M, installiert? Auf der obigen Seite wird nur Intel Atom erw�hnt. > Damit ist die TCO des Acer nochmal um 5 Arbeitsstunden angestiegen, aber > der Spassfaktor stieg in gleichem Mass :-) Na gut, auf die 4000 Arbeitspl�tze vom Bund verteilt, ist es noch zu verkraften, oder? :-) Wir reden von "Linux Netbooks". Aber wenn es nach M$ ginge, g�be es gar keine Netbooks http://www.theinquirer.net/inquirer/news/1184574/netbooks-exist-microsoft :-( Gruss VR
Re: Linux Netbooks (war Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft)
Author: Stefan Werner
Date: Mon, 08 Jun 2009 04:23
Date: Mon, 08 Jun 2009 04:23
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Visvanath Ratnaweera schrieb: > Hast du standard UNR genommen, wie hier beschrieben? > http://www.canonical.com/projects/ubuntu/unr Das hier: http://www.ubuntu.com/getubuntu/download-netbook und da steht, wie man es auf einen USB-Stick bekommt: https://help.ubuntu.com/community/Installation/FromImgFiles Vom USB-Stick kann man die Live-Version ziemlich gut testen. bevor man es dann installiert. Dies sollte man aber lieber aus dem Grub-Bootmenu des Sticks, als aus der Live-Version heraus machen (letztees dauert sehr lange; mehrere Stunden). > Ich soll's mal auch probieren, eine Partition habe ich extra f�r Test- > zwecke reserviert. Unbedingt. Zwei Haken habe ich inzwischen noch entdeckt: - supertux, das Lieblingsspiel meiner Kinder, l�uft nicht - Der Installer hat die Swap-Partition zu klein gemacht, jetzt kann er kein "echtes" Hibernate STD (Bloss STR, was immer noch ein wenig Strom braucht) -stef
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Stefan Werner
Date: Mon, 08 Jun 2009 04:35
Date: Mon, 08 Jun 2009 04:35
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Willy Lusti schrieb: > Perl an sich ist nicht das Problem. > Das ist sehr problemlos. > > Es geht um Applikationen die auf den Cluster Servern verschiedene > Versionen von Perl voraussetzen. /Das/ ist alledings ein Problem :-) Oder, wie es Larry Wall schon Anno 1998 formulierte, als jemand eine Frage zu Perl 4 stellte: "Perl 4 is dead, dead, dead!". Perl 5 ist dagegen immer noch aktuell, obwohl es nun auch schon 15 Jahre auf dem Buckel hat, und obwohl Perl 6 seit 8 Jahren in den Startl�chern ist... Man hat bei Scripts im Prinzip dasselbe Problem wie mit der Aufbewahrung von Dokumenten: Man kann sich nicht einfach darauf verlassen, dass es nach 20 Jahren noch Ger�te und -Anwendungen gibt, die es lesen k�nnen. Man muss erhaltenswerte Inhalte aktiv immer wieder auf neue Medien und in aktuellere Formate konvertieren. Sonst bindet man sich an alte Software, und damit irgendwann auch an alte Hardware, die kaputt gehen wird, und dann hat man erst ein richtiges Problem (Es gibt keinen Perl4-Interpreter f�r irgendwelche aktuelle Hardware mehr). Ja, dieses dauernde Aktualisieren kostet. Nein, dazu gibt es bisher keine �berzeugende Alternative. Und: Nein, OpenSource und OpenStandards sind zwar gute Ans�tze, aber bisher ebenfalls noch keine L�sung dieses Problems (Wie ja gerade Perl zeigt, das von Anfang an OpenSource war). -stef
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Stefan Werner
Date: Mon, 08 Jun 2009 04:54
Date: Mon, 08 Jun 2009 04:54
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Theo Schmidt schrieb: > 1) Ein "normaler" User merkt kaum etwas von Linux und nur sehr > beschränkt von FOSS allgemein, weil die normalen PC-Händler PCs mit > vorinstalliertem Windows (oder Macintosh) verkaufen. Nur die > allerwenigsten Händler bieten FOSS/Linux an, und dann meistens nur auf > Anfrage. Einerseits kennen es viele Händler selber nicht, und > andererseits scheuen sie sich ein weiteres OS zu supporten. Das ist sicher richtig festgestellt (und macht aus der Sicht des Händlers auch Sinn). Die Marktwirtschaftslehre würde allerdings nachelegen, dass einige Händler in der Marktlücke ihr Glück suchen und finden müssten. Das findet nicht statt. FOSS wird in Foren und Usenet zwar heftig verteidigt und empfohlen, aber offensichtlich kaum gekauft. Otto Normaluser versteht das "Free" in "Free Software" eben immer noch eher wie in "free beer" und nicht wie in "free speech". Er will also Perfektion und Support, aber nichts dafür bezahlen. Das bekommt er bei Windows, weil Windows "sowieso" auf seinem neu gekauften PC drauf ist, und weil es Support dafür an jeder Ecke gibt.... > 2) Microsoft, Apple und weitere grosse Firmen machen viel Werbung, > FOSS-Firmen kaum. Firmen wie IBM, HP und Dell, welche sich durchaus für > Linux/FOSS einsetzen und Geräte dafür verkaufen, werben trotzdem viel > häufiger mit "XY empfiehlt Windows XY". Warum? Weil AFAIK Microsoft für > diese Werbung zahlt. Echte Linux-Firmen wie Redhat oder früher SuSE > mach(t)en schon Werbung nach ihren Möglichkeiten, aber es ist natürlich > viel weniger. Und dann kommen die ganzen Verträge, welche Händlern Hier haben wir ein Henne-Ei-Problem. Wieso hat Microsoft denn mehr Geld für Werbug als, sagen wir, Red Hat? Oder, etwas böser formuliert: Wieso gibt IBM weniger Geld für FOSS-Werbung aus, als Microsoft für WIndows-Werbung? Man kann ja schlecht behaupten, IBM (Umsatz: $100 Mrd) werde von Microsoft (Umsatz: $60 Mrd) dominiert. Ich habe vor Jahren mal auf OS/2 gesetzt. Und was tat IBM bei den eigenen 486er PC's? Schrieb in der Werbung: "IBM empfiehlt Windows 95". Ähnlich scheint es mir jetzt auch beim IBM- oder Dell-Engangement für FOSS auszusehen. > 3) Microsoft, Apple und weitere grosse Firmen machen viel und > geschicktes Marketing bei den Entscheidungträgern. Selbstverständlich, Dasselbe: Es wäre an sich ja nicht verboten, dass irgendjemand aus der grossen und heterogenen FOSS-Szene ebenfalls geschicktes Marketing machen würde. Dass das nicht passiert, kann man schwerlich Microsoft anlasten. > 5) "Monokultur"-Systeme wie Windows und früher MacOS sind leichter > vermittelbar, da fast alles zueinander passt und funktioniert. Die > grosse Vielfalt der freien Software macht vielen Angst. Ein wichtiger Punkt. Wobei mit Kompatibilität viele Ängste genommen werden. > Trotzdem richtet siche der Vorwurf nicht gegen Microsoft (oder > Novartis,UBS, etc. wie du schreibst) sondern gegen die Vertreter der > öffentlichen Hand, also die Regierungen, Verwaltungen und Parlamente, > welche ihre Kunden - die Öffentlichkeit - regelrecht verraten, wenn sie > diesen Firmen zu sehr auf den Leim gehen. Ich staune wie geduldig diese > Öffentlichkeit ist. Neben 60 Milliarden oder so Steuergelder an die > Banken regt sich natürlich niemand wegen ein paar Millionen für unnötige > Software Lizenzen auf. Wie gesagt, ich bin nicht sicher, dass di Öffentliche Hand unterm Strich und als TCO gerechnet, wirklich günstiger käme mit FOSS. Ich bin allerdings wie Du der Meinung, dass man es evaluieren sollte. Warum die Öffentlichkeit so geduldig ist: Es geht hier für die Öffentlichkeit nur um Arbeitsgerät, nicht um "Kulturkampf". Dem Bund die Software vorschreiben, wäre im Prinzip so ähnlich, wie wenn man ihm die Marke der Kugelschreiber vorliegen würde, die er verwenden muss. Auch hier sagt die Öffentlichkeit im Prinzip ganz logisch: Es ist egal, mit welchen Kugelschreibern die Leute arbeiten, hauptsache sie arbeiten korrekt. > Als letzter Ausweg bleibt die Justiz, um zu prüfen, was von den obigen > Machenschaften legal und was illegal ist. Deshalb die Klage und die > vorläufige superprovisorische Verfügung. Möglicherweise wird sich das Gericht zu den Kugelschreibern äussern, oder möglicherweise wird es zum Schluss kommen, dass die Beschaffung von Kugelschreibern in der Kompetenz der Abteilungsleiter liegt. Möglicherweise wird nach einer Evaluation auch rauskommen, dass die TCO der FOSS höher wäre, als die von Microsoft-Produkten. Wer FOSS fördern will, soll dies in seinem Umkreis tun und sie selber anwenden. Dann wird sie auch in die Schulen und Unis einsickern. -stef
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Theo Schmidt
Date: Mon, 08 Jun 2009 13:43
Date: Mon, 08 Jun 2009 13:43
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Stefan Werner schrieb: ... >> ... Einerseits kennen es viele Händler selber nicht, und >> andererseits scheuen sie sich ein weiteres OS zu supporten. > > Das ist sicher richtig festgestellt (und macht aus der Sicht des > Händlers auch Sinn). Die Marktwirtschaftslehre würde allerdings > nachelegen, dass einige Händler in der Marktlücke ihr Glück suchen und > finden müssten. Das findet nicht statt. FOSS wird in Foren und Usenet > zwar heftig verteidigt und empfohlen, aber offensichtlich kaum gekauft. Nun, die meiste FOSS muss ja nicht gekauft werden. Ich bin auch überzeugt, dass mehr verwendet wird als angenommen. Schliesslich hat jeder grössere Kiosk zu jedem Zeitpunkt Dutzende von Heften an Lager, welche hauptsächlich Linux Distributionen dabei haben. Wer aber so ein Heft kauft, erscheint nicht in der Statistik als Linux User, ausser er verwendet es dermassen viel um z.B. in Browser-Statistiken aufzutauchen. In unserem "Dorf" haben wir mehrere PC-Händler. Der eine verkauft Windows-only, will nichts anderes wissen, und richtet sie auch so ein, dass jeder User volle Admin-Rechte hat. Dann verkauft er "Symantec" und "Norton" dazu, und setzt die Systeme neu auf, wenn sie kaputt sind. Meine Bekannten kaufen übrigens häufig immer wieder Software-Lizenzen, die sie nicht brauchen, z.B. wenn sie einen neuen PC kaufen und den altem im Geschäft lassen.Der Händler verkauft gerne neue Lizenzen, statt die vorhandenen zu transferrieren. Der andere Händler hat Linux-PCs im Angebot, einen grossen Tux im Schaufenster, und wirbt dafür. Aber er bewirbt seine Windows PCs viel intensiver. FOSS auf Windows-PCs könnte eine Marktlücke sein, aber für einen kleinen Händler ist es wohl zu mühsam und grosse Händler dürfen nciht wegen den Microsoft-Knebel-Verträge. Die Discounter schliesslich verkaufen lieber teure proprietäre SW als günstige FOSS. ... > Dasselbe: Es wäre an sich ja nicht verboten, dass irgendjemand aus der > grossen und heterogenen FOSS-Szene ebenfalls geschicktes Marketing > machen würde. Dass das nicht passiert, kann man schwerlich Microsoft > anlasten. Nein, nicht Microsoft und auch nicht Privatleuten, sondern denjenigen Vertretern der öffentlichen Hand, welche nicht zwischen ihren persönlichen Bedürfnissen und dem Wohl der Öffentlichkeit unterscheiden können. Und es ist klar, dass eine FOSS-Szene viel weniger Resourcen hat als die grossen Firmen. Natürlich kann man das nicht Microsoft anlasten. Aber die FOSS-Firmen und Vertreter müssten erwarten von den Behörden ernster genommen zu werden, als dies der Fall ist. ... > Wie gesagt, ich bin nicht sicher, dass die Öffentliche Hand unterm Strich > und als TCO gerechnet, wirklich günstiger käme mit FOSS. Ich bin > allerdings wie Du der Meinung, dass man es evaluieren sollte. Dort, wo Geld wirklich ein Problem ist und FOSS eingesetzt wird, z.B. bei den Schulen in Extremadura in Spanien, ist die TCO per Definition besser, da man sich die Alternative gar nicht leisten kann. Da wo zu viel Geld vorhanden ist, wie bei uns, dürfte die TCO bei FOSS erst langfristig sinken. Die Hauptsache ist es jedoch, aus den Abhängigkeitsfallen der Hersteller zu entkommen, sogar wenn dies kurzfristig mehr kostet. > Warum die Öffentlichkeit so geduldig ist: Es geht hier für die > Öffentlichkeit nur um Arbeitsgerät, nicht um "Kulturkampf". Dem Bund die > Software vorschreiben, wäre im Prinzip so ähnlich, wie wenn man ihm die > Marke der Kugelschreiber vorliegen würde, die er verwenden muss. Auch > hier sagt die Öffentlichkeit im Prinzip ganz logisch: Es ist egal, mit > welchen Kugelschreibern die Leute arbeiten, hauptsache sie arbeiten > korrekt. Die ICT geht weit über Geräte wie Kugelschreiber hinaus. Von einem Kugelschreiber kann man nicht abhängig werden, gerade weil es so viel Marken gibt. Die ICT wird aber immer wichtiger in unserem Leben, und nicht nur die Geräte selber, sondern eben auch ihre SW, Schnittstellen, Formate, usw. Da gibt es hunderte von Abhängigkeiten, ein ständiger Kampf zwischen den Grossfirmen und den Bedürfnissen der Menschheit. Da dürfen sich die Verwaltungen eben nicht in den Dienst der Grossfirmen stellen. Die Finanzkrise war nur ein Vorgeschmack, was passieren kann. Information ist künftig vielleicht mächtiger als Resourcen und Geld, oder ist es schon. Hier heisst es gut aufzupassen, nicht nur bei Microsoft und ähnliche Firmen, sondern auch bei Google, der heute wohl mächtigste Informationsbroker. ... > Möglicherweise wird sich das Gericht zu den Kugelschreibern äussern, > oder möglicherweise wird es zum Schluss kommen, dass die Beschaffung von > Kugelschreibern in der Kompetenz der Abteilungsleiter liegt. > Möglicherweise wird nach einer Evaluation auch rauskommen, dass die TCO > der FOSS höher wäre, als die von Microsoft-Produkten. Wie gesagt, es geht um viel mehr als um TCO oder um Kugelschreiber. Ich hoffe, die Richter werden das merken. Wenn nicht, haben wir schon verloren, da dieselben Richter am Bundesverwaltungsgericht sich ja persönlich - also bei ihrem Gericht selbst - schon für Microsoft und gegen die Unix-Lösung des Bundesgerichts ausgesprochen haben. > Wer FOSS fördern will, soll dies in seinem Umkreis tun und sie selber > anwenden. Dann wird sie auch in die Schulen und Unis einsickern. Machen wir. Aber es reicht nicht. Das ist wie wenn du einem armen Bauer in einem Entwicklungsland sagst, dass er langfristig mit Biolandbau besser dasteht, als wenn er das Gift und patentierte Saatgut von Monsanto und Syngenta kauft. Nur die wenigsten Bauern merken dies, sondern fallen auf das Marketing der Grossfirmen und von ihnen bestochenen Regierungen hinein. Der Staat ist verantwortlich für die Schulen. Er setzt die SchülerInnen in der Schule ja wenigstens in der Schweiz nicht Firmen wie Coca Cola oder MacDonalds aus. Aber bei der ICT tut er genau das, und es ist falsch. (Dasselbe gilt natürlich sinngemäss für Privatschulen.) Theo Schmidt
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Stefan Werner
Date: Mon, 08 Jun 2009 15:01
Date: Mon, 08 Jun 2009 15:01
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Theo Schmidt schrieb: > Stefan Werner schrieb: > ... >>> ... Einerseits kennen es viele Händler selber nicht, und andererseits >>> scheuen sie sich ein weiteres OS zu supporten. >> >> Das ist sicher richtig festgestellt (und macht aus der Sicht des >> Händlers auch Sinn). Die Marktwirtschaftslehre würde allerdings >> nachelegen, dass einige Händler in der Marktlücke ihr Glück suchen und >> finden müssten. Das findet nicht statt. FOSS wird in Foren und Usenet >> zwar heftig verteidigt und empfohlen, aber offensichtlich kaum gekauft. > > Nun, die meiste FOSS muss ja nicht gekauft werden. Ich bin auch > überzeugt, dass mehr verwendet wird als angenommen. Schliesslich hat > jeder grössere Kiosk zu jedem Zeitpunkt Dutzende von Heften an Lager, > welche hauptsächlich Linux Distributionen dabei haben. Wer aber so ein > Heft kauft, erscheint nicht in der Statistik als Linux User, ausser er > verwendet es dermassen viel um z.B. in Browser-Statistiken aufzutauchen. Ich fürchte, die meisten Heft-CD's wandern in den Kübel. Bei mir tun sie das. Ich kaufe ein Heft weil mich ein oder zwei Artikel draaus interessieren, aber für die DVD habe ich keine Zeit. Wenn ich ein FOSS-Programm brauche, lade ich es herunter. Ich finde, es ist ein gigantischer Trugschluss und führt direkt in die Sackgasse, dass FOSS nichts kosten soll. Die Euphorie klingt bereits ab. Eclipse hat dieses Jahr weniger zahlende Partner als letztes Jahr, und IBM buttert nicht mehr Millionen hinein ohne einen return zu bekommen. StarOffice und MySql wurden von Sun aufgekauft, und Sun inzwischen von Oracle - Zwei Firmen, die den FOSS-Weg gegangen sind, werden von einem Closed-Source-Riesen aufgekauft, weil offensichtlich zuwenige bereit waren, für die FOSS zu bezahlen. Die Vorstellung, dass die riesige Arbeit, die in einem guten Softwareprodukt steckt, einfach gratis sein soll, ist ja eigentlich von vornherein albern. Dass der Enthusiasmus der Protagonisten nachlässt, ist abzusehen. Was dann bleibt ist FOSS von minderer Qualität, die von einzelnen Schülern, Studenten und Freaks in der Freizeit zusammengehackt und nach Abschluss des Studiums oder Kennenlernen einer neuen Freundin nicht mehr supported wird. > Nein, nicht Microsoft und auch nicht Privatleuten, sondern denjenigen > Vertretern der öffentlichen Hand, welche nicht zwischen ihren > persönlichen Bedürfnissen und dem Wohl der Öffentlichkeit unterscheiden > können. Und es ist klar, dass eine FOSS-Szene viel weniger Resourcen hat > als die grossen Firmen. Natürlich kann man das nicht Microsoft anlasten. > Aber die FOSS-Firmen und Vertreter müssten erwarten von den Behörden > ernster genommen zu werden, als dies der Fall ist. Im Prinzip schon. Andererseits: Wenn die Bundesverwaltung auf ABIWord Setzt, und AbiWord wird nächstes Jahr eingestellt, dann war's das mit der günstigen FOSS. Es ist noch nichtmal so leicht, jemanden zu finden, der sich verantwortlich fühlt. Offenbar hat eine Firma namens "SourceGear" damit angefangen, es dann aber "donated". Tja, wer ist jetzt zuständig? Aha: "The Community". Hm, und wenn jetzt jemand von "The Community" einen Trojaner einschmuggelt, wen kann man dann verantwortlich machen? RedHat? Nein, die machen in den Lizenzbedingungen sehr deutlich, dass die von ihnen installierten Pakete nicht in ihrer Verantwortung liegen. Sag jetzt nicht sie sollen halt OpenOffice nehmen ;-) Das Problem liegt bei vielen FOSS-Produkten ganz ähnlich. > Dort, wo Geld wirklich ein Problem ist und FOSS eingesetzt wird, z.B. > bei den Schulen in Extremadura in Spanien, ist die TCO per Definition > besser, da man sich die Alternative gar nicht leisten kann. Da wo zu Das ist richtig. Der Trade-Off ist: Wenn Zeit/Arbeit günstig ist, dann ist die TCO von FOSS tiefer. Wenn qualifizierte Arbeitszeit aber teuer ist, dann ist sie höher. (Bei uns verlangt ein einigermassen kompetenter IT-Fachmann 180.- pro Stunde. Wenn er drei Stunden kommen muss, um Linux zu installieren und konfigurieren, dann bin ich mit dem vorinstallierten Windows halt einfach deutlich günstiger.) > viel Geld vorhanden ist, wie bei uns, dürfte die TCO bei FOSS erst > langfristig sinken. Die Hauptsache ist es jedoch, aus den Es ist nicht "zuviel Geld vorhanden" (zumindest nicht in meinem Portemonnaie), sondern qualifizierte Arbeit ist gteuer im Vergleich zu guten kommerziellen Produkten. > Machen wir. Aber es reicht nicht. Das ist wie wenn du einem armen Bauer > in einem Entwicklungsland sagst, dass er langfristig mit Biolandbau > besser dasteht, als wenn er das Gift und patentierte Saatgut von > Monsanto und Syngenta kauft. Nur die wenigsten Bauern merken dies, > sondern fallen auf das Marketing der Grossfirmen und von ihnen > bestochenen Regierungen hinein. Der Staat ist verantwortlich für die > Schulen. Er setzt die SchülerInnen in der Schule ja wenigstens in der > Schweiz nicht Firmen wie Coca Cola oder MacDonalds aus. Aber bei der ICT > tut er genau das, und es ist falsch. (Dasselbe gilt natürlich sinngemäss > für Privatschulen.) Stimmt. -stef
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Theo Schmidt
Date: Mon, 08 Jun 2009 17:39
Date: Mon, 08 Jun 2009 17:39
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Stefan Werner schrieb: ... > Ich finde, es ist ein gigantischer Trugschluss und führt direkt in die > Sackgasse, dass FOSS nichts kosten soll. Es heisst nirgends, dass es nichts kosten soll, zumindest bei den üblichen GPL-artigen Lizenzen. Du kannst dein Programm zu einem beliebigen Preis verkaufen. Aber da die Quellen freigegeben werden müssen, kann jemand anders dasselbe günstiger verkaufen. Deshalb muss, um etwas zu verdienen, nicht die Software selbst verkauft werden, sondern Extras wie Dienstleistungen dafür. Oder die Hardware dazu. > Die Euphorie klingt bereits ab. Wir scheinen tatsächlich im "Trough of Dissillusionment" zu sein, der "Kater nach dem Fest", der jedem "Hype-Cycle" der übersteigerten Erwartungen folgt. In der Regel folgt dann eine Erholung auf realistische Werte. Dabei sind nicht alle Produkte am selben Punkt. ... > StarOffice und MySql wurden von Sun aufgekauft, und Sun inzwischen von > Oracle - Zwei Firmen, die den FOSS-Weg gegangen sind, werden von einem > Closed-Source-Riesen aufgekauft, weil offensichtlich zuwenige bereit > waren, für die FOSS zu bezahlen. Das ist auch für mich wenig erfreulich, aber noch zu früh, um zu sagen was daraus wird. Auf jeden Fall schützt die GPL diese zwei Produkte und dank ihrer Popularität werden sie überleben. Das ist gerade die Stärke von FOSS. > Die Vorstellung, dass die riesige Arbeit, die in einem guten > Softwareprodukt steckt, einfach gratis sein soll, ist ja eigentlich von > vornherein albern. Sie ist ja auch nicht gratis. Am Linux Kernel arbeiten Profis, die zu 90% oder so dafür bezahlt werden, habe ich kürzlich gelesen. Viele Projekte werden durch Amateure betreut, das sind also Leute, welche ohne Bezahlung ihre Zeit dafür geben. Das ist nicht albern. Die Währung ist einfach anders. Z.B. Dank und Anerkennung statt Geld. Oder sogar nur eigene Genugtuung, wie das bei den meisten Wikipedia-Autoren der Fall ist, ein Projekt welche vergleichbare kommerzielle längst hinter sich gelassen hat. > Dass der Enthusiasmus der Protagonisten nachlässt, > ist abzusehen. Was dann bleibt ist FOSS von minderer Qualität, die von > einzelnen Schülern, Studenten und Freaks in der Freizeit > zusammengehackt und nach Abschluss des Studiums oder Kennenlernen einer > neuen Freundin nicht mehr supported wird. Das ist falsch. Viele hervorragende Projekte werden tatsächlich vom Hauptentwickler fallengelassen. Wenn es Wert ist, greifen es andere auf. Oft entstehen jedoch ähnliche bessere Projekte. QTparted ist so ein Beispiel. Das war Jahre lang ein gelungenes Partitionierungs-Tool. Heute gibt es Gparted und eine ganze Live-Distribution darum herum: Parted Magic. ... > Im Prinzip schon. Andererseits: Wenn die Bundesverwaltung auf ABIWord > Setzt, und AbiWord wird nächstes Jahr eingestellt, dann war's das mit > der günstigen FOSS. Abiword kann wie viele andere Programme ODF. Deshalb spielt es keine grosse Rolle. Allerdings gibt es heute noch Probleme damit, wie die verschiedenen Programme ODF umsetzen, aber es wird immer besser. > Es ist noch nichtmal so leicht, jemanden zu finden, > der sich verantwortlich fühlt. Offenbar hat eine Firma namens > "SourceGear" damit angefangen, es dann aber "donated". Tja, wer ist > jetzt zuständig? Aha: "The Community". Hm, und wenn jetzt jemand von > "The Community" einen Trojaner einschmuggelt, wen kann man dann > verantwortlich machen? Das geschieht eben nicht, da verschiedene Leute daran arbeiten und es sehr unwahrscheinlich wäre, dass eine dunkle Macht gleichzeitig alle korrumpiert (durchaus auch bildlich zu verstehen). Das ist ja gerade der Vorteil von FOSS: solche Dinge können innerhalb eines offenen Projektes (fast) nicht passieren. Natürlich können Projekte sterben, wenn dem Hauptentwickler zu einem ungünstigen Zeitpunkt etwas passiert. Das ist wohl mit dem Dateisystem Reiser passiert, da Hans Reiser jemand umbrachte und verurteilt wurde. Aber das ist wohl eher selten. ... > Sag jetzt nicht sie sollen halt OpenOffice nehmen ;-) > Das Problem liegt bei vielen FOSS-Produkten ganz ähnlich. Ich denke OpenOffice hat schon eine Sonderstellung, weil es mächtiger ist als alle anderen integrierten Office Programmen. Deshalb verwenden es die meisten Leute mit aktuellen PCs trotz des Resourcen-Hungers. ... > Das ist richtig. Der Trade-Off ist: Wenn Zeit/Arbeit günstig ist, dann > ist die TCO von FOSS tiefer. Wenn qualifizierte Arbeitszeit aber teuer > ist, dann ist sie höher. (Bei uns verlangt ein einigermassen kompetenter > IT-Fachmann 180.- pro Stunde. Wenn er drei Stunden kommen muss, um Linux > zu installieren und konfigurieren, dann bin ich mit dem vorinstallierten > Windows halt einfach deutlich günstiger.) Der Vergleich finde ich nicht richtig. Eine 180.-/h Person braucht vielleicht 30 Minuten, um ein Linux zu installieren, welche einem OEM-Preinstall-Windows entspricht. Und dann sind eben die Standard-Programme auch schon installiert, während sie bei Windows erst individuell nachinstalliert werden müssen. Das Windows ist in der Regel teurer auch ohne die Lizenzkosten zu berücksichtigen. Dort wo Windows glänzt und Linux teuer wird, ist wenn der Kunde spezielle Hardware oder Software hat, die nur auf Windows und nicht auf Linux zugeschnitten ist. Aber das ist ja logisch. > Es ist nicht "zuviel Geld vorhanden" (zumindest nicht in meinem > Portemonnaie), sondern qualifizierte Arbeit ist gteuer im Vergleich zu > guten kommerziellen Produkten. Ja, so meinte ich das. Bei uns ist Arbeit sehr teuer während Resourcen und Energie sehr billig sind. Theo
Re: Linux Netbooks (war Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft)
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Mon, 08 Jun 2009 19:18
Date: Mon, 08 Jun 2009 19:18
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Hello Stefan Stefan Werner wrote: > > Das hier: > http://www.ubuntu.com/getubuntu/download-netbook > > und da steht, wie man es auf einen USB-Stick bekommt: > https://help.ubuntu.com/community/Installation/FromImgFiles > [...] Danke f�r die Hinweise! Bin gespannt wie Acer One unter UNR aussieht. �brigens, diesen aktuellen Blog �ber Acer One https://www.montanalinux.org/acer-aspire-one-d150-review.html habe ich gerade auf http://lwn.net/ gefunden. Gruss VR
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Mon, 08 Jun 2009 19:31
Date: Mon, 08 Jun 2009 19:31
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Hello Joerg Joerg Lorenz wrote: > Patrick Kormann schrieb: >> Naja, solange da im Linux Kernel dauernd alles �ber den Haufen geworfen >> wird und sich oftmals ein Modul f�r Kernel x.x.1 nicht mehr in x.x.2 >> installieren l�sst, ist das wenig hilfreich. > > Diese bittere Erfahrung hat mich ganz genau wieder von Linux als > Haupt-OS weggebracht. Mit WLAN bei einem Kernel-Wechsel in Ubuntu > erlebt. Welche Version es war, weiss ich nicht mehr. Unter eine "bittere Erfahrung" verstehe ich etwas Gravierenderes. Na, jedem seine Schmerzgrenze ;-) Gab es keine M�glichkeit die fehlenden Treiber nachzuladen oder im schlimmsten Fall die (proprit�re) Binary-Treiber mitzucompilieren? VR
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Mon, 08 Jun 2009 19:53
Date: Mon, 08 Jun 2009 19:53
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Hello Stefan Stefan Werner wrote: > Theo Schmidt schrieb: > >> 1) Ein "normaler" User merkt kaum etwas von Linux und nur sehr >> beschränkt von FOSS allgemein, weil die normalen PC-Händler PCs mit >> vorinstalliertem Windows (oder Macintosh) verkaufen. Nur die >> allerwenigsten Händler bieten FOSS/Linux an, und dann meistens nur auf >> Anfrage. Einerseits kennen es viele Händler selber nicht, und >> andererseits scheuen sie sich ein weiteres OS zu supporten. > > Das ist sicher richtig festgestellt (und macht aus der Sicht des > Händlers auch Sinn). Verträge in der Art "Diese Preise gelten, nur wenn ihr die Konkurrenz- produkte nicht verkaufen" sind mehrmals als illegal verurteilt worden. M$ macht's weiter trotz milliardenhohe Strafen, anscheinend lohnt es sich. > Die Marktwirtschaftslehre würde allerdings > nachelegen, dass einige Händler in der Marktlücke ihr Glück suchen und > finden müssten. Das findet nicht statt. Das ist _deine_ Prophezeiung. > Er will also > Perfektion und Support, aber nichts dafür bezahlen. Das bekommt er bei > Windows, weil Windows "sowieso" auf seinem neu gekauften PC drauf ist, > und weil es Support dafür an jeder Ecke gibt.... "sowieso"? Auf welchem Weg? >> 2) Microsoft, Apple und weitere grosse Firmen machen viel Werbung, >> FOSS-Firmen kaum. Firmen wie IBM, HP und Dell, welche sich durchaus >> für Linux/FOSS einsetzen und Geräte dafür verkaufen, werben trotzdem >> viel häufiger mit "XY empfiehlt Windows XY". Warum? Weil AFAIK >> Microsoft für diese Werbung zahlt. Echte Linux-Firmen wie Redhat oder >> früher SuSE mach(t)en schon Werbung nach ihren Möglichkeiten, aber es >> ist natürlich viel weniger. Und dann kommen die ganzen Verträge, >> welche Händlern > > Hier haben wir ein Henne-Ei-Problem. Wieso hat Microsoft denn mehr Geld > für Werbug als, sagen wir, Red Hat? Oder, etwas böser formuliert: Wieso > gibt IBM weniger Geld für FOSS-Werbung aus, als Microsoft für > WIndows-Werbung? Eine Anekdote von Bill Gates (frag mich nicht wann und wo, vor vielen Jahren mal gelesen): Er habe Coca Cola immer bewundert. Nach der Legende hat der Gründer mit $ 25'000 angefangen, davon gleich $ 24'000 an Werbung investiert. Also Inhalt-zu-Werbung-Verhältnis von 1:25! > Dasselbe: Es wäre an sich ja nicht verboten, dass irgendjemand aus der > grossen und heterogenen FOSS-Szene ebenfalls geschicktes Marketing > machen würde. Dass das nicht passiert, kann man schwerlich Microsoft > anlasten. In regelmässigen Abständen hört man von astronischen Beträgen, die M$ als Strafgelder zahlen muss. >> 5) "Monokultur"-Systeme wie Windows und früher MacOS sind leichter >> vermittelbar, da fast alles zueinander passt und funktioniert. Die >> grosse Vielfalt der freien Software macht vielen Angst. > > Ein wichtiger Punkt. Wobei mit Kompatibilität viele Ängste genommen werden. Die Kompatibilität gehe über offene Standards (im Sinne von technischen Normen, nicht nach dem Motto "jeder hat Word, ergo Word ist Standard"). > Wie gesagt, ich bin nicht sicher, dass di Öffentliche Hand unterm Strich > und als TCO gerechnet, wirklich günstiger käme mit FOSS. Ich bin > allerdings wie Du der Meinung, dass man es evaluieren sollte. Ich weiss nich wer den Begriff TCO erfunden hat. Angewendet auf M$ und ihre Lizenzen ist er der reinste Hohn. Softwere, deren Quellen du nicht sehen kannst, deren legale Benutzungdauer ablaufen, die gehören (ownership) nur dem Hersteller! VR
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Joerg Lorenz
Date: Mon, 08 Jun 2009 21:03
Date: Mon, 08 Jun 2009 21:03
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Visvanath Ratnaweera schrieb: > Hello Joerg > > Joerg Lorenz wrote: >> Patrick Kormann schrieb: >>> Naja, solange da im Linux Kernel dauernd alles �ber den Haufen geworfen >>> wird und sich oftmals ein Modul f�r Kernel x.x.1 nicht mehr in x.x.2 >>> installieren l�sst, ist das wenig hilfreich. >> Diese bittere Erfahrung hat mich ganz genau wieder von Linux als >> Haupt-OS weggebracht. Mit WLAN bei einem Kernel-Wechsel in Ubuntu >> erlebt. Welche Version es war, weiss ich nicht mehr. > > Unter eine "bittere Erfahrung" verstehe ich etwas Gravierenderes. > Na, jedem seine Schmerzgrenze ;-) Sicher hast Du nicht ganz unrecht. Irgendwann geht mir einfach die Zeit aus und irgendwann habe ich schlicht keine Lust mehr, mich mit Dingen herumzuschlagen, die ich auf Windows und Mac OSX schon l�ngst stabil gel�st habe. Ich will nicht falsch verstanden werden: Ich mache viele Dinge in Sachen IT und Telekommunikation aus purer Neugierde und Freude an der Sache und nat�rlich, dass meine Hirnwindungen immer sch�n fit bleiben. Hauptberuflich bin ich aber Finanzfachmann und nicht IT-Spezialist. Das setzt neben meinem Beruf und der Familie halt schon zeitliche Grenzen. Mein kleines Netzwerk besteht aus vier Windosen, drei Macs und drei iPhones. Eine von den Windosen ist nur als File- und Printserver eingesetzt. > > Gab es keine M�glichkeit die fehlenden Treiber nachzuladen oder > im schlimmsten Fall die (proprit�re) Binary-Treiber mitzucompilieren? H�tte es mit Sicherheit gegeben. > > VR J�rg P.S.: Meinen ASUS EEE-PC G4 habe ich noch vergessen (aber der ist mit dem verwendeten Display sowieso fast unbrauchbar und das schlecht gepflegte Xandros-Linux ist eine absolute Zumutung) -- http://www.albasani.net/index.html.de Ein freier und kostenloser Server f�r Usenet/NetNews (NNTP)
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Tue, 09 Jun 2009 06:01
Date: Tue, 09 Jun 2009 06:01
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Zu meiner Anekdote vorhin: Visvanath Ratnaweera wrote: > Stefan Werner wrote: >> >> Hier haben wir ein Henne-Ei-Problem. Wieso hat Microsoft denn mehr >> Geld für Werbug als, sagen wir, Red Hat? Oder, etwas böser formuliert: >> Wieso gibt IBM weniger Geld für FOSS-Werbung aus, als Microsoft für >> WIndows-Werbung? > > Eine Anekdote von Bill Gates (frag mich nicht wann und wo, vor vielen > Jahren mal gelesen): Er habe Coca Cola immer bewundert. Nach der Legende > hat der Gründer mit $ 25'000 angefangen, davon gleich $ 24'000 an > Werbung investiert. Also Inhalt-zu-Werbung-Verhältnis von 1:25! Natürlich 1:24 in diesem Beispiel. Nehmt meine Version aber nicht tierisch ernst, ist aus dem Gedächtnis rezitiert. Falls jemand eine Quell im Web kennt, bitte hier posten! Gruss VR
Notebook Distros (war Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft)
Author: Visvanath Ratnaweera
Date: Tue, 09 Jun 2009 06:17
Date: Tue, 09 Jun 2009 06:17
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Hello Joerg Joerg Lorenz wrote: > > P.S.: Meinen ASUS EEE-PC G4 habe ich noch vergessen (aber der ist mit > dem verwendeten Display sowieso fast unbrauchbar und das schlecht > gepflegte Xandros-Linux ist eine absolute Zumutung) Das w�re ein Thema f�r unseren Nebenl�ufer "Linux Netbooks", trotzdem. Ich hab auch mal mit einem Asus EeePC gespielt und konnte mit der "Kinder-GUI" (Reiter-basiert, riesige Icons, ...) nichts anfangen. Es war keine gute Idee, spezielle, vereinfachte Benutzerschnitt- stellen dort zu installieren, finde ich. Auch im ereits diskutieren Bericht �ber von Acer One https://www.montanalinux.org/acer-aspire-one-d150-review.html steht "The special purpose distros usually offer a menu program to launch things from. I don't think I'd like that... as I'm already used to the menus and panels in GNOME and KDE which work perfectly fine. Menu applications might be good for newbies but I think they are better off getting acquainted with a traditional desktop environment. On the first generation of netbooks, because they had less memory, less storage, and a slower processor... netbook specific distros with a light-weight menu rather than a traditional desktop made more sense... now, not so much. My recommendation to distro makers... don't make a separate distro build / version just for netbooks. Your regular release should work fine... but if you want to include netbook specific packages or groups of packages, go for it." Asus interessiert sich nicht mehr daf�r: http://www.osnews.com/story/21589/Asus_Microsoft_Launch_Anti-Linux_Netbook_Campaign Gruss VR
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: Stefan Werner
Date: Tue, 09 Jun 2009 07:37
Date: Tue, 09 Jun 2009 07:37
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Theo Schmidt schrieb: > Stefan Werner schrieb: > ... >> Ich finde, es ist ein gigantischer Trugschluss und führt direkt in die >> Sackgasse, dass FOSS nichts kosten soll. > > Es heisst nirgends, dass es nichts kosten soll, zumindest bei den > üblichen GPL-artigen Lizenzen. Du kannst dein Programm zu einem > beliebigen Preis verkaufen. Aber da die Quellen freigegeben werden Es "heisst" vielleicht nirgends, aber es wird kolportiert. Gerade im Firmenumfeld muss man das jedem (potentiellen) Kunden aufs Neue erklären: "Nein, OpenSource heisst nicht 'gratis', sondern 'frei'. Sie sparen vermutlich kein Geld, sondern Sie erwerben verringerte Abhängigkeit." >> Die Euphorie klingt bereits ab. > > Wir scheinen tatsächlich im "Trough of Dissillusionment" zu sein, der > "Kater nach dem Fest", der jedem "Hype-Cycle" der übersteigerten > Erwartungen folgt. In der Regel folgt dann eine Erholung auf > realistische Werte. Dabei sind nicht alle Produkte am selben Punkt. Das sehe ich auch so und durchaus als Chance für FOSS: Reduktion unerfüllbarer Erwartungen. >> Die Vorstellung, dass die riesige Arbeit, die in einem guten >> Softwareprodukt steckt, einfach gratis sein soll, ist ja eigentlich >> von vornherein albern. > > Sie ist ja auch nicht gratis. Am Linux Kernel arbeiten Profis, die zu > 90% oder so dafür bezahlt werden, habe ich kürzlich gelesen. Viele > Projekte werden durch Amateure betreut, das sind also Leute, welche ohne > Bezahlung ihre Zeit dafür geben. Das ist nicht albern. Die Währung ist > einfach anders. Z.B. Dank und Anerkennung statt Geld. Oder sogar nur > eigene Genugtuung, wie das bei den meisten Wikipedia-Autoren der Fall > ist, ein Projekt welche vergleichbare kommerzielle längst hinter sich > gelassen hat. Wikipedia ist einfacher zu maintainen, als eine komplexe Software (da kaum Abhängigkeiten zwischen Artikeln) und ausserdem ist sie ein Massenprodukt. Eine Software nicht nur zu entwickeln, sondern auch zu supporten ist dagegen Knochenarbeit. Dank und Anerkennung befeuern die Energie dazu nur eine Zeit lang. Spätestens beim 100. abendlichen Telefonat nimmt die Lust deutlich ab, auch wenn der Anrufer "Danke" und "Super Arbeit!" sagt. Daher arbeiten so viele Linux Kernel Entwickler eben nicht gratis. Das Geld, das sie für ihre gute Arbeit bekommen, muss aber irgendwo verdient werden. Daher ist es m.E. falsch, beim Kunden die Erwartung zu wecken und zu schüren, OpenSource sei gratis. >> Im Prinzip schon. Andererseits: Wenn die Bundesverwaltung auf ABIWord >> Setzt, und AbiWord wird nächstes Jahr eingestellt, dann war's das mit >> der günstigen FOSS. > > Abiword kann wie viele andere Programme ODF. Deshalb spielt es keine > grosse Rolle. Allerdings gibt es heute noch Probleme damit, wie die > verschiedenen Programme ODF umsetzen, aber es wird immer besser. Naja, dasselbe kann man auch von Microsoft Office-Formaten sagen: Auch für die gibt es praktisch an jeder Ecke Konvertierungsfilter mit schwankender Qualität... >> Es ist noch nichtmal so leicht, jemanden zu finden, der sich >> verantwortlich fühlt. Offenbar hat eine Firma namens "SourceGear" >> damit angefangen, es dann aber "donated". Tja, wer ist jetzt >> zuständig? Aha: "The Community". Hm, und wenn jetzt jemand von "The >> Community" einen Trojaner einschmuggelt, wen kann man dann >> verantwortlich machen? > > Das geschieht eben nicht, da verschiedene Leute daran arbeiten und es > sehr unwahrscheinlich wäre, dass eine dunkle Macht gleichzeitig alle > korrumpiert (durchaus auch bildlich zu verstehen). Das ist ja gerade der HA! Danke für die Steilvorlage :-). Du unterstellst da, dass jeder den gesamten Code kennt und analysiert. Das mag vielleicht für "briefmarkensammlung-0.1.0-alpha" gelten, aber sicher nicht für komplexere Software. gerade die irrige Vorstellung, OpenSource-Software sei automatisch immer peer reviewed, bloss weil sie grundsätzlich reviewbar ist, hat immer wieder für Enttäuschungen gesorgt. Sicherheitslücken sind in Firefox nicht seltener, als im Internet Explorer und sie werden auch nicht schneller gefixt. Root Kits für Linux sind eine Realität. Der Debian-OpenSSL-Bug hat Millionen von Internet-Servern korrumpiert, bloss weil offenbar niemand den Code kritisch gelesen hat. Achtung: Das soll keine Geringschätzung der Entwickler sein. Es ist klar, dass Bugs vorkommen. Ich wehre mich bloss gegen die Behauptung, es fände ein systematisches PeerReview bei OpenSource statt. Das Gegenteil ist der Fall: Strukturierte systematische Reviews, allerdings halt intern, sind eher die Domäne der ClosedSource. Das ist deswegen so, weil code reviewing eine langweilige, schwierige und mit wenig Ruhm und Ehre behaftete Arbeit ist, die kaum jemand freiwillig und gratis macht. Es müssen also keineswegs alle gleichzeitig korrumpiert werden, sondern nur einer oder zwei, die für eine passende Stelle im Code zuständig sind. Die Chancen stehen ausgezeichnet, dass dann niemand ein halbwegs geschickt eingebautes Backdoor entdeckt. > Vorteil von FOSS: solche Dinge können innerhalb eines offenen Projektes > (fast) nicht passieren. Natürlich können Projekte sterben, wenn dem > Hauptentwickler zu einem ungünstigen Zeitpunkt etwas passiert. Das ist > wohl mit dem Dateisystem Reiser passiert, da Hans Reiser jemand > umbrachte und verurteilt wurde. Aber das ist wohl eher selten. Ist es nicht eher so, dass rund 90% aller OpenSource-Projekte nach weniger als einem Jahr wieder eingehen bzw. nicht mehr weiterentwickelt werden? Schau mal auf Sourceforge die Aktivitätsstatistiken an. Die weit überwiegende Mehrheit der Projekte zeigt keine oder kaum Aktivität. Natürlich gibt es grandiose Ausnahmen, wie den Apache httpd oder den Linux-Kernel, aber die sind, eben, Ausnahmen. > Der Vergleich finde ich nicht richtig. Eine 180.-/h Person braucht > vielleicht 30 Minuten, um ein Linux zu installieren, welche einem Die 30 Minuten hat er doch schon verbraten, um die 500GB-Harddisk mit Ext3 zu formatieren... Ich sehe schon was Du meinst - Der IT-Verantwortliche einer Firma wird zur TCO auch das vorhandene Wissen der Angestellten einkalkulieren. Er darf davon ausgehen, dass sämtliche KV-Absolventinnen mit Microsoft Word und Excel umgehen können und sich auf dem Windows-Desktop einigermassen zurechtfinden. Wenn er AbiWord oder OpenOffice installiert, wird er Schulungen machen müssen. Vielleicht keine langen Schulungen, aber doch soviel, dass die Kosten des IT-Profis zu Buche schlagen. Man müsste zuerst die Schulen und Lehranstalten gewinnen, FOSS zu verwenden. Dort wird man mit dem Henne-Ei-Problem argumentieren: "Die Wirtschaft will, dass die Absolventen Microsoft(tm) sprechen...". Ich weiss auch nicht, wie man dieses Dilemma lösen könnte. >> Es ist nicht "zuviel Geld vorhanden" (zumindest nicht in meinem >> Portemonnaie), sondern qualifizierte Arbeit ist gteuer im Vergleich zu >> guten kommerziellen Produkten. > > Ja, so meinte ich das. Bei uns ist Arbeit sehr teuer während Resourcen > und Energie sehr billig sind. Stimmt. -stef
Re: Gericht stoppt Bundesauftrag an Microsoft
Author: John Fanta
Date: Tue, 09 Jun 2009 07:49
Date: Tue, 09 Jun 2009 07:49
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Stefan Werner schrieb: >Wie gesagt, ich bin nicht sicher, dass di Öffentliche Hand unterm >Strich und als TCO gerechnet, wirklich günstiger käme mit FOSS. Ich >bin allerdings wie Du der Meinung, dass man es evaluieren sollte. FOSS dürfte IMHO unterm Strich sogar etwas teurer sein, weil hier wie vielerorts der Preis nicht das einzige Kriterium ist (oder sein sollte). Der grosse Vorteil von FOSS: Es bleiben ein sehr viel grösserer Anteil der Investitionen im Land, sie gehen in hiesige Arbeitsplätze und hiesiges Know-How, während bei non-FOSS dasselbe Geld in Form von Lizenzen zusammen mit dem Know-How über den Ozean verdampft. Vom Staat aus gesehen ist das ziemlich dumm, vor allem wenn man sich das Gerede von der Wichtigkeit von Bildung vor Augen hält. Warum Lizenzen bezahlen und daneben nochmal in Bildung investieren, wenn man das Geld für die Lizenzen gleich für (Praxis)Bildung und Know-How- Aufbau verwenden könnte? Neben allen anderen Vorteilen von FOSS wie Unabhängigkeit etc. etc. notabene... >Warum die Öffentlichkeit so geduldig ist: Es geht hier für die >Öffentlichkeit nur um Arbeitsgerät, nicht um "Kulturkampf". Dem Bund >die Software vorschreiben, wäre im Prinzip so ähnlich, wie wenn man >ihm die Marke der Kugelschreiber vorliegen würde, die er verwenden >muss. Auch hier sagt die Öffentlichkeit im Prinzip ganz logisch: Es >ist egal, mit welchen Kugelschreibern die Leute arbeiten, hauptsache >sie arbeiten korrekt. Das glaube ich weniger: Wenn die Leute überblicken würden, wie sehr man sich völlig unnötigerweise von einem Kugelschreiberhersteller aus Weitwegika abhängig macht und die Preise diktieren lässt, während einheimische Kugelschreiberhersteller mangels qualifizierter Arbeit immer mehr Arbeitsplätze und Know-How verlieren und von ehemals genialen Kugelschreiber-Ingenieuren zu reinen Weitwegika- Kugelschreiberminen-Austauschern mutieren, würde das möglicherweise selbst bei Kugelschreibern etwas anders aussehen. -- The reluctance to put away childish things may be a requirement of genius. - Rebecca Pepper Sinkler
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